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| •B: Kobe •C:Osaka •D: Nara •Kyoto |
Und während mir Kobe gestern, trotz seiner Größe, noch relativ ruhig vorkam, gab´s in Osaka direkt eine Überflutung an visuellen und akustischen Reizen. Wie sollt ich in diesem Chaos nur mein Hotel finden?
Aber Dank der Hilfe von Google Maps und Street View und vor allem dem einzigartigen Aussehen des Hotels, war es dann doch kein Problem.
Die malerische Aussicht aus meinem Fenster. Aber ich war ja nur zum Pennen hier, und außerdem ist es eh viel zu heiß zum Fenster öffnen- ein Hoch auf Klimaanlagen! Ich hab mich nach dem Abladen des Gepäcks auch sofort wieder los gemacht zum Shoppen. Dank Lonely Planet, dem allwissenden Reiseführer, wusste ich, dass ganz in der Nähe eine Shoppingarkade sein müsste, die sich gänzlich auf Küchenartikel spezialisiert hat.
Und so wie in der Stadt, sah es denn auch in den meisten Läden dort aus- einfach nur total überfüllt! In manchen Läden, war dann ab der Hälfte des Ganges auch der Boden selbst als Abstellfläche genutzt, sodass man gar nicht weiter in die Tiefe vordringen konnte...
Dafür gab es hier aber auch wirklich ALLES!, was man nur im entferntesten für eine Küche gebrauchen konnte.
Z.B. diesen schon fertig zubereiteten und appetitlich verpackten Pudding.
Da soll man mal versuchen mit Schuhgröße 48 hier durchzulaufen ohne größeren Schaden anzurichten.. Ich hab´s gar nicht erst probiert. Mir ist schleierhaft, wie dieser Laden irgendwas verkaufen kann, höchstens Ninjas können sich hierin fortbewegen.
Und dann, das Ziel meines Herumstöberns: guter japanischer Stahl.
In allen erdenklichen Formen und Größen und mit kunstvollen Gravuren versehen.
Links ein Drache und rechts das Rezept zur richtigen Zubereitung. Ich hab mir sagen lassen, dass es ein buddhistisches Gebet ist, hier würde natürlich niemand auf die Idee kommen Drachen zu kochen, die sind hier nämlich so heilig wie in Indien die Kuh. Eines der beiden Schmuckstücke hätte ich natürlich gerne erworben, aber das hätte meine Reisekasse für die nächsten drei Jahre gesprengt, ich hab mir dann ein mittelgroßes Allzweckmesser geholt, das nicht ganz so reich verziert ist.
Nach dieser kleinen Shoppingtour hab ich mich wieder in die Fluten gestürzt. Osaka ist so laut und so voller Menschen und so bunt, um euch mal einen kurzen Eindruck zu vermitteln hier mal ein kleines Video. Macht auf alle Fälle den Ton an eurem Computer an!
Und dann, total überraschend für mich, geht man um eine Straßenecke und steht auf einmal mitten auf einem kleinen Friedhof.
Mitten in diesem Chaos aus Konsum und Bunt ein Hort der Andacht und Ruhe.
Die Gegensätze hier sind wirklich gewaltig. Die Klimaanlagen auch. Ich weiß nicht, was sich der Erbauer dabei gedacht hat. Im Lonely Planet steht, dass man sich gelegentlich fühlt wie in einer Kulisse des 80er Jahre SciFi-Films Blade Runner. Ich schätze mal sie haben so etwas hier gemeint.
Da Osaka auch als "Küche Japans" bekannt ist, musste ich natürlich auch ein paar der hiesigen Spezialitäten probieren. Hier sieht man Takoyaki, das sind kleine Teigbällchen, die eine ganz besondere Füllung haben:
Stücke von Oktopusärmchen. Hört sich komisch an, sieht auch merkwürdig aus, aber sehr lecker! Die Dinger gibt es hier wirklich an jeder Straßenecke und sind beliebter Snack für zwischendurch. (Die vier Jungs auf dem Foto über dem Video essen auch grade welche.)
Irgendwann wurde es denn auch mal dunkel und Osaka konnte sich von seiner beleuchteten Seite zeigen.
Natürlich alles ein bisschen größer und mehr und bunter und mit Geräuschen dabei...
Und weil es denn jetzt auch dunkel war, kamen auch ein paar Gestalten raus, die sich vorher nicht getraut hatten. Ich wußte im ersten Moment nicht, ob sich hierbei um Männlein oder Weiblein handelt...
Später bin ich dann noch in einem Irish Pub gewesen und bin dort auf eine internationale Crew gestoßen. Erst ein finnländisches Pärchen, mit dem man prima quatschen konnte. Später ist dann noch ein unangenehm lauter Engländer dazugekommen. Mit dem konnte man nicht so gut quatschen, weil ich ihn einfach nicht verstanden hab. Aber schön singen konnte er. Oh, ich habe grade schön mit laut verwechselt.. Noch später ist dann noch ein Ami aufgetaucht, der aussah als würde er früher oder später Amok laufen. Er war der Meinung, dass alle Japaner unfreundlich sind und er mochte dieses Land hier gar nicht. Ich glaube er hatte irgendwie die falsche Einstellung. Dummerweise musste er hier arbeiten, konnte also nicht einfach Koffer packen und gehen.
Am nächsten Morgen gab´s dann im Hotel ein japanisches Frühstück. Das hatte ich mir am Vortag ausgesucht, zur Auswahl stand auch noch ein kontinentales Frühstück mit Toast. Dummerweise hatte ich am Vortag nicht bedacht, dass ich vielleicht leicht verkatert sein würde. Es ist dann nämlich in dem Pub doch etwas später geworden und irgendwie war das jetzt hier nicht das wonach mir der Sinn stand. Aber da ich nun mal Hunger und keine Wahl hatte hab ich´s gegessen. War gar nicht so schlecht, aber Fisch auf verkaterten Magen ist schon ´ne Erfahrung...

Looking at your photos (especially of the food) made me miss Osaka so bad that I want to eat Takoyaki now!!! Do you know where I can find one in Jena? Hahaha...
AntwortenLöschenOh, I can bring one of these Takoyaki-friers for you as a souvenier :-)
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