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Mittwoch, 28. August 2013

Mal ein bisschen Alltag

Wie schon angedeutet, bin ich nicht ausschließlich zum Reisen hier, sondern auch um etwas zu lernen und mir ein paar heiß begehrte (und benötigte) Creditpoints zu verdienen (ich muss gestehen, ich weiß gar nicht wie viele, bestimmt 6 oder so. Oder drei. Nu ja, wer weiß das schon. Ich könnte nachgucken, ach und das mach ich jetzt auch kurz … blätter blätter … Wow, NEUN! Nicht schlecht.)

Wo war ich stehen geblieben? Arbeiten.
Slogan of the Lab. Written on the floor right behind the enterance door. Yay! 
(Arbeite oder Stirb!) Der Slogan im Labor. Mit dem Blut geopferter Erstsemester die ihre Prüfung nicht bestanden haben auf den Boden geschrieben, direkt hinter der Eingangstür, um Dämonen und böse Geister abzuhalten. Und größtenteils um die Leute zum Arbeiten anzutreiben. Von dem Typen mit der Peitsche und dem Trommler durfte ich keine Fotos machen.
Ich stehe meist um kurz nach acht Der Wecker klingelt um kurz nach acht und ich winde mich dann nach einigen Snoozezyklen aus dem Bett. [Zu meiner Freude war in dem Bett in meinem Zimmer noch eine Matratze und so konnte ich meine Nanomatratze auf die vorhandene drauflegen, sodass ich jetzt stolzer Besitzer einer Mikromatratze bin. Was das Schlafen ersichtlicher Weise um den Faktor 1000 verbessert. Was in diesen kleinen Bereichen aber einfach keine Rolle spielt, soll heißen, ich freue mich jedes Mal, wenn ich am WE in einem Hostel auf einem echten Bett schlafen kann.]

My bed with a (super thin)*2 mattrasse. Das Bett mit Mikromatratze.
Meist hol ich mir dann ein kleines Sandwich vom nebenannenen Family Mart und dazu noch einen Eiskaffee und laufe dann 7 Minuten übers Gelände zum Lab.

Even a pond on the way to the lab :)

Den Studierenden wird hier noch ein bisschen Lebensfreude ins Gesicht geworfen, bevor sie die Arbeitswüsten betreten… 

DOP @ NCU – Department for Optics and Photonics @ National Central University.

Im Lab dreht sich den ganzen Tag alles um Laser und nichtlineare optische Effekte. Heißt ich verwandele unsichtbartes infrarotes Licht (1064 nm) in sichtbares grünes (532 nm), rotes (630 nm), blaues (vierhundert-irgendwas nm) und noch unsichtbareres, noch infraroteres (1532 nm und dreitausend-und-ein-bisschen nm) Licht ["nm" steht für Nanometer, also 10^-9 Meter. Das ist so klein und kurz wie sonst nur wenige andere Sachen auf dieser Welt.].
Die "echte" Lasertechnik, also die Physik dahinter und nicht bloß die schnöde Anwendung à la Laserschweißen, genauso wie die nichtlineare Optik waren durchaus meine Angstthemen im Studium. Bei der "normalen" Optik ist ja alles noch ersichtlich und man kann sich das meiste mit mehr oder minder einfachen mathematischen Beziehungen und ein paar bunten Stiften herleiten, aber wenn einem auf einmal wüste Formelungetüme und Wörter wie "Suszeptibilitätstensor 2. bis n. Ordnung" gegenüberstehen bekommt man (oder zumindest ich) schon gerne mal weiche Knie. Hmm, und was macht man, wenn man zuviel Angst hat? Hinfahren und sich das angucken, natürlich. Irgendwie muss man sich ja mit dem Krempel anfreunden.
Tja, und da bin ich nun ich armer Tor und bin so schlau als wie zuvor. Naja, ein bisschen schlauer schon und vor allem um viele Erfahrungen reicher, insbesondere was das Justieren und Einrichten von Laseraufbauten betrifft. Die anderen Studenten der Arbeitsgruppe um Prof. Chen, allen voran Wei-Kun stehen mir mit Rat und Tat und ihrer Praxiserfahrung zur Seite.

As long the light is on, it´s quite boring, 
Solange das Licht an ist, ist es recht langweilig,…

…but as soon you switch it of, it gets magic. 
…aber sobald man es ausschaltet, wird´s magisch.


Wavelength transformation by non linear effects in a birefringence crystal.
Schee buant ham wa´s hia.
Das blaue Licht was hier zwischendurch aufleuchtet war gar nicht gewollt, ich hab das System nur aus Versehen zu gut justiert, sodass weitere Wellenlängen anschwingen konnten :)


Jeden Donnerstag ist dann Generalversammlung, alle Studenten der Arbeitsgruppe und Prof. Chen finden sich zu einer Marathonsitzung zusammen und jeder berichtet was er in dieser Woche geschafft hat, wo Probleme sind und was er nächste Woche gedenkt zu tun. Ein, wie ich finde, super Prinzip. So ist man darüber informiert was die anderen machen, man kann sich selbst Tipps abholen und es hindert einen daran allzu viel zu prokrastinieren.
Einziges Problem: Ich spreche kein Chinesisch. Netterweise ist der Teil der Veranstaltung der die Ergebnisse der letzen Woche und die Pläne für die nächste Woche behandelt werden auf Englisch, von daher geht´s. Wenn nur der Präsentationsstil nicht so totbringend langweilig wäre. Das jemand während der Präsi frei spricht kommt höchst selten vor und ich bin mir nicht sicher, ob das nur an den mangelnden Englischkentnissen liegt (die aber bei weitem besser sind als damals in Japan, ich habe hier nur geringe Probleme mit den Leuten zu reden). Es scheint einfach kein Wert auf eine gute Präsi gelegt zu werden. Da bin ich im Nachhinein doch ganz froh, dass wir das in der Schule und im Studium bis zum Erbrechen geprobt haben. So kann man hier ganz billig Eindruck schinden…



Jocy und Andy.
Man lebt ja nicht vom Licht allein, mittags und abends gehen wir immer zusammen essen. Eine Mensa gibt es hier gar nicht, aber vor den Toren der Uni befinden sich die Ausläufer Zhong Lis und es haben sich direkt hinter dem 7eleven (s. erster Taiwan-Post) jede Menge kleine Restaurants angesammelt in die wir immer gehen. Dort gibt es einfache Gerichte die nicht viel Kosten, meist um die zwei Euro und die typisch taiwanesisch sind.
We always have lunch and dinner in one of the small restaurants around the campus.
Viele Gerichte kommen mit Vorsuppe und meistens kann man sich (ganz furchtbar süßen) Tee kostenlos holen. Die Suppe birgt aber gelegentlich auch Überraschungen die für einen Wenn-Ich-Sie-Wäre-Tag ganz ideal wären. Hier: gestocktes Schweineblut.

Soup with a cube of pigs blood.
Oft ist es aber auch ganz, ganz herrlich und lecker, z. B. hier beim Hotpot. Auf einem kleinen, im Tisch eingelassenen Gaskocher macht man eine Suppe warm und kocht sich quasi die Zutaten selbst am Tisch.
Enjoying hot pot with Kevin and Allan.

Einmal waren wir mittags in der Stadt, weil wir irgendwas besorgen mussten und haben uns dann da ein Restaurant gesucht. Für NT$ 100 (=€2,50) hat uns der Koch gleich am Tisch was leckeres zubereitet.

The chef is preparing the food directly at our table.


Andy (l.), Kevin, Allan, Wei-Kun (r.).
With these guys I´m hanging out the most.
Mit denen bin ich am meisten unterwegs.
Apropos Thema Essen. Genauer Tischmanieren. Laut (Obacht, je nachdem was du für eine Arbeit hast und wie deine Kollegen drauf sind, solltest du den folgenden Link vielleicht lieber erst zu Hause öffnen:) diesem Vice-Artikel erkennt man (frau) an den Essgewohnheiten eines Menschen (Mannes) wie gut er im Bett ist. Laut Artikel korrelieren hierbei die eher unangenehmen Gewohnheiten mit besonders gutem Sex. Wenn das wirklich stimmt, bin ich glatt ein bisschen eingeschüchtert. So wie hier der ein oder andere isst, wird mir gelegentlich schlecht.
So, und jetzt achtet ihr ab sofort mal schön darauf wie sich eure Tischnachbarn benehmen. Und auch ihr.

[Fußnote: Aufgrund der Tatsache, dass Vice so ein fröhliches Dauerfeuer in Sachen Facebookposts veranstaltet ist es tatsächlich neben Spiegel Online zu meiner Hauptinfoquelle geworden. Spiegel Online aber auch nur, weil die die einzigen sind, die eine vernünftige (kostenlose) App haben. Au revoir, Bildung! 
{Fußnote zur Fußnote: Ich gebe zu, es ist ungewöhnlich Fußnoten mitten im Text zu platzieren, aber so weiß man wenigstens zu welchem Textabschnitt sie gehören.}]

(Noch eine Fußnote: Wer glaubt ich hätte mir das beim Beuteltier abgeschaut, hat recht.)

So, dieser hier beschriebene ganz gewöhnliche Tag ist jetzt fast rum, was machen wir denn jetzt. Es ist nach dem Abendessen, also irgenwas zwischen 19:00 und 20:00 Uhr.

Nice sunset almost everyday, but I hardly see any of them, because the curtains in our lab are always closed. Schöne Sonnenuntergänge gibt´s fast jeden Tag, aber ich sehe kaum einen, da die Vorhänge im Labor immer zugezogen sind.
Da die Stadt einfach mal ein bisschen zu weit weg ist (30 Min. mit dem Bus) und nichts bietet (eine der drei Hauptatraktionen Zhong Lis ist tatsächlich diese Uni hier) bleibe ich unter der Woche einfach auf dem Campus. Ich schreibe dann wahlweise an diesem Blog, befrage das Internetorakel nach spanneden Sachen die man am nächsten WE machen kann, skype oder sporte. Donnerstags Basketball und ansonsten habe ich einen prima Ersatz für den Trimm Dich Pfad gefunden. Es gibt hier eine Tartanbahn und daneben stehen ein paar Geräte für Klimmzüge, Dips, etc. Also alles wie zu Hause.

Thursday night is basketball night. The guys are quite good but I have the advantage of being large enough to reach almost the basket.

Donnerstags ist Basketball angesagt. Die Jungs sind sehr gut, spielen schon seit Jahren. Den einuzigen Vorteil den ich habe ist meine Größe und das ich damit fast an den Korb komme.
Playing card games at Allan´s place. Spieleabend bei Allan.

Dienstag, 27. August 2013

Impressionen vom Nachtmarkt in Tainan

Heute war wieder Wetter. Ich hab´s gesehen. Auf der Haut.

Zurück zum eigentlichen Post.
Nachdem ich es am Freitag unbeschadet nach Taoyuan, genauer Zhongli (es hat mich zwei Wochen gekostet herauszufinden, wo ich eigentlich bin, also wie die Stadt heißt in der meine Uni ist), geschafft habe, um dort mein Zimmer zu beziehen, bin ich am Samstag direkt wieder nach Tainan gefahren um dort Fiona und die dortgebliebenen deutschen Studenten zu treffen.

Viel von der Stadt habe ich tatsächlich nicht gesehen, oder wenn, dann keine Fotos gemacht, deshalb hier nur noch ein paar Impressionen von einem anderen Nachtmarkt in Tainan:

Here you could fish for shrimps …
Hier konnte man Shrimps fischen, …

… to fry them freshly.
…um sie frisch zu grillen. Frischer geht´s wohl nicht.
Jetzt kommt eine besondere Leckerei:

Shashlik? Schaschlik?

Not at all…!
Die Taiwanesische Variante.
Crickets.

Grashüpfer.
Ich kann beim besten Willen nicht behaupten, dass sie wie Hühnchen geschmeckt hätten. Sie waren aber zum Glück so überwürzt, dass es nicht ekelig geschmeckt hat. Aber danach hing mir noch die ganze Zeit so ein nerviges Bein zwischen den Zähnen.

 Zum runterkommen gab´s was (für mich) bekanntes, Takoyaki. Die hatte ich schon in Japan gegessen. Kleine, mit Tintenfischarmen gefüllte Bällchen. Lecker :)
Japanese takoyaki. 

Und als Belohnung für den ganzen Mut ein ganz besonderer Nachtisch. Seit ich auf Arte mal einen Bericht über das schottische Dessert "fried mars bar", also fritierter Marsriegel, gesehen hatte wollte ich so einen unbedingt mal probieren. Den Marsriegel gab es hier zwar nicht, dafür aber fritierte Oreos im Teigmantel. Zum Reinlegen!!!!

Fried Oreo. TastyTastyTasty!! MnomMnomMnom!



Donnerstag, 22. August 2013

Einführungswoche – Introduction week

Na mal gucken ob ich das schaffe jeden Post mit einem Kommentar über das Wetter anzufangen. Heute lasse ich aus gegebenem Anlass einfach mal Forrest Gump für mich sprechen, er hat das ganz gut zusammengefasst:

Zu deutsch: "Regen mit kleinen prasselnden Tropfen, Regen mit schönen dicken Tropfen, Regen der von der Seite kam und Regen der von unten zu kommen schien." Ich hoffe einfach mal, dass es jetzt hier nicht vier Monate durchregnet, sondern nur vier Tage.

Aber zurück zur Einführungswoche.

Dienstag, 102/07/30
Ja, tatsächlich, hier schreibt man erst das Jahr 102.

Nachdem wir in der Nacht trotz Nanomatratzen gut geschlafen und den Jetlag dank der überlegenen Wachhaltestrategie unserer taiwanesischen Betreuer ausgetrickst hatten standen ereignisreiche Tage bevor:
Chinesischcrashkurs, Tempelbesuche, Nachtmärkte und noch viele andere Dinge an die ich mich erst erinnern werde, wenn ich die entsprechenden Fotos dazu sehe. Die meisten davon wird übrigens Nobby geschossen haben, weil ich wahlweise zu faul oder zu verpeilt war meine Kamera mit zu nehmen. Danke Nobby!

Netterweise haben wir den Dienstagmorgen erstmal mit einem Frühstück angefangen. Überall um den Campus verteilt gibt es kleine Geschäfte, manchmal nur Wagen die temporär aufgestellt werden, an denen man sich eine Kleinigkeit zu essen kaufen kann.

Breakfast at a small shop. We could choose several ingridients and everything was freshly prepared for the hungry students.

Tja, wenn man jetzt nur Ahnung hätte, was hier angeboten wird…
Bei einigen Sachen war klar, was es war, aber anderes hatte noch keiner von uns je zuvor gesehen. Zum Glück hatten Niklas und ich aber beschlossen, dass es ganz wunderbar wäre, wenn wir "Wenn-Ich-Sie-Wäre" spielten. Niklas: "Wenn ich Sie wäre, würde ich das komische weiße Zeug dahinten essen." "Das da?? Den ganzen Block?" "Ja."

I had to eat some weird stuff (maybe radish) as part of the game "if I were you" between Niklas and me.
Es sah ein bisschen schleimig aus, quasi wie gestocktes Elefantenejakulat, war dann aber doch nur sowas wie geriebener Rettich. Dankenswerter Weise wurde es auch angebraten und hat dazu noch recht neutral geschmeckt.

On our way to the Chinese language course we had to pass these crazy Karate fighters.

Agressives Verhalten spielt eine wichtige Rolle in der taiwanesischen Gesellschaft. Die öffentliche Zurschaustellung von extremer Gewalt ist ihr einziger Weg sich das große Nachbarland China vom Hals zu halten.

Danach sind wir erstmal zum Sprachzentrum rüber gelaufen, es stand Chinesisch auf unserem Stundenplan. Alles was ich von zwei Tagen Chinesischkurs noch weiß sind die zwei folgenden Dinge:
"gebratener Reis" heißt sowas wie "miteinander schlafen" und das Wort für "Vogel" kann auch als "Penis" verstanden werden. Na da hat sich der Intensivkurs ja gelohnt :)

Nachmittags hatten wir die überaus große Ehre einem Großmeister der Malkunst über die Schulter zu schauen. Und nicht nur das, wir durften unter seiner fachkundigen Anleitung auch selbst den Pinsel schwingen.
A Grand Master of Chinese painting taught us some basic techniques.

As soon you make a mistake you can start from the beginning - every brush stroke has to be perfect!Jeder Pinselstrich muss sitzen, da man jeden Fehler sieht. 

Typical brush and ink.Typischer Pinsel und Tintenbehälter.


Danach ging´s nochmal zum Chinesischkurs, von dem ich aber wie gesagt nüscht mehr weiß, deshalb hier als Ersatz ein paar Impressionen vom Campus:

They realy put a huge effort in designing a beautiful campus. Wenn das mal keine angenehme Studienatmosphäre ist.
Irgendjemand hatte irgendwoher BubbleTea aufgetrieben. Ich dachte ja immer das Zeug gäbe es erst seit ca. 4 Jahren und wurde in einem Chemieabfalllabor im laotischen Hinterland hergestellt, aber es hat hier allen Ernstes eine wohl über 40 jährige Tradition. 

Spitting and catching bubble tea bubbles with the mouth is a famous sport in Taiwan. 
Die Bubbles im B-Tea kann man auch ganz wunder bar missbrauchen. Durch den Strohhalm geschossen fliegen die mal locker 20 m weit. Und versauen dem Getroffenen das weiße T-Shirt. Danke Niklas. 
The University is close to the sea and has an own department for sea observation. Die Universität ist nah am Wasser gebaut, hier sieht man Heulbojen zur Beobachtung des umliegenden Wassers.

I hardly took any pics, so big thanks to Nobby for sharing his!Danke nochmal an Nobbi für die vielen Fotos!!


Abends waren wir auf einem der tainanner Nachtmärkte. Ganz schöner Trubel hier: 

Quite a bustle on the night market.


Trying to…Beim Versuch…

…hit water filled balloons……wassergefüllte Ballons…

…with arrows.   …mit Pfeilen zu treffen hab ich voll abgeräumt!

The adults were allowed to use guns.Die großen durften sogar mit Waffen schießen.
Alles in allem war es sehr laut und unglaublich heiß auf dem Nachtmarkt. Es wurden sehr viele verschiedene Speisen angeboten die wir leider nicht alle durchprobieren konnten. Es gab auch ein paar lustige Sachen zu kaufen. Unsere Versuche den Preis zu verhandeln sind aber jedesmal gescheitert. Gar nicht mal wegen der Sprachbarieren (ein paar Brocken Englisch sprechen hier viele), sondern an unseren Preisvorstellungen. Wir dachten die Preise seien hier reine Fantasieprodukte des Händlers und haben die am Anfang immer um die Hälfte senken wollen, was den entsprechenden Händlern gar nicht gefiel. Am nächsten Tag haben wir dann erfahren, dass man höchstens (!) 10% rausschlagen kann… Doch noch was gelernt im Chinesischkurs.

Now, I wish that I have bought this umbrella!
In Anbetracht der aktuellen Großwetterlage sehne ich mir jetzt schon irgendwie diesen Schirm herbei…

Ich weiß schon gar nicht mehr, was wir sonst noch für "Wenn-ich-Sie-wäre" - Aufgabe erledigen mussten, hier auf dem Nachtmarkt hab ich mich dann auf jeden Fall mit einem schönen Tintenfisch für Niklas gerächt. Hat aber auch gar nicht so schlecht geschmeckt…

If I were you, I´d eat that squid…
 Im Gegenzug hieß es dann: wenn ich Sie wäre würde ich diese rosa Mütze kaufen. Und den Rest der Woche tragen.
If I were you, I´d buy this had. And wear it the rest of the week. I did!

Was ich dann auch tat.


Mittwoch, 102/07/31

M´kay, 
hier nochmal eine kleine Unterbrechung des eigentlichen Programms. Die Einführungswoche liegt schon eine Weile zurück und während ich darüber schreibe (was sich bis jetzt über 2 Tage hinzieht) passieren auch noch Dinge im Jetzt. Es regnet jetzt ernsthaft heftig hier, ein Taifun zieht gerade über die Nordhälfte Taiwans hinweg und wir durften heute alle früher nach Hause gehen, damit uns nix passiert.

A typhoon is covering the north of Taiwan.

Das heißt, seit ich das Praktikum hier an der National Central Universitiy in Zhongli angefangen habe ist es das erste Mal, dass ich bei Tageslicht nach Hause gegangen bin. Ich hab schon fast ein schlechtes Gewissen… Die Studenten in Taipei durften heute sogar ganz zu Hause bleiben, weil die Regierung "Regenfrei" gegeben hat. Auf dem Heimweg hat mich mein viel zu kleiner Schirm begleitet, der es tatsächlich geschafft hat meinen Kopf fast trocken zu halten. Alles andere wurde nass. Bis auf die Unterhose. (Ich möchte hier nochmals auf das Video am Anfang des Posts verweisen. Das nehme ich schon ernster.) Ich hab mir heute morgen schon überlegt, ob es nicht klüger wäre eine Badehose anzuziehen, was mir dann aber zu albern war. Als ich aber in Büro ankam, hatte Andy tatsächlich eine Badehose an. Der clevere Supertyp! Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit und Regen habe ich schon den ganzen Tag Duplofinger, wie nach dem Baden. Und nur für den Fall, dass der Taifun doch noch eine Weile hier bleibt hab ich mich mit ein paar Nahrungsmitteln eingedeckt:

Emergency ration, just in case the typhoon stays a little bit longer.

Der geneigte Leser dieses Blogs kann das noch nicht wissen, weil ich mit der Erzählung noch nicht so weit bin, aber hier im Wohnheim gibt es keine Küche. Ich hole mir i. A. morgens was beim Family Market oder beim kleinen Sandwichshop, mittags und abends gehen wir (die Studenten aus dem Labor) in eines der umliegenden Restaurants und essen dort etwas.  

Jetzt aber genug aus dem Hier und Jetzt, zurück zum ersten Mittwoch in Taiwan, der heute schon glatte 14 Tage zurück liegt. Wenn das in dem Tempo weitergeht schaffe ich es vielleicht am letzten Tag über den letzten Tag zu schreiben - wünsch mir Glück!

Hat jemand Mütze tragen gesagt? Ick bin dabei!

"If I were you, I´d wear the cap for the whole week." I told you I did!

Heute stand den ganzen Tag der Chinesischkurs an. Ich hab euch ja schon gesagt, dass ich davon nix mehr weiß, deshalb überspringen wir ausufernde Beschreibungen und gucken uns einfach Bilder an. Da müsst ihr nicht soviel lesen und ich kann eh nicht vernünftig schreiben.

Nobby was quite lucky to sit aside all these beautiful girls. This lucky bastard. I bet he did it on purpose…  Schnobby und die Mädels. Der verfluchte Hahn im Korb.
Booooooooring. Actually, I just didn´t get it. Guess it was quite interesting. The teacher let us repeat everything she said, so we could learn about the difficult Chinese pronounciation. Actually, I have to admit, that Japanese was much much easier!
Die Lehrerin Mrs. Wu ließ uns alles wiederholen was sie sagte, damit wir die überaus schwierige chinesische Aussprache lernten. Japanisch ist mir da doch um einiges einfacher gefallen, da deren Aussprache viel näher am Deutschen dran ist.


Outside the class room. 
Lunch break. Mahlzeit!

Typical small alley…Typische kleine Gasse…

…and a small temple in the back yard.…und ein kleiner Tempel im Hinterhof.

They really have a nice campus in Tainan! Wirklich ein sehr schöner Campus!
Still wearing the cap… And it complements the shirt so perfectly. Ick zieh das durch, wa! 
Marie.

Schnobby.

Helen.

Thi. 

Am Ende des Sprachkurses hat uns Mrs. Wu noch unseren chinesischen Namen gegeben. Dazu mussten wir ihr unseren sagen und sie hat dann frei übersetzt, sodass es sich ähnlich anhörte. Die Bedeutung hat sie uns dann auch dazu gesagt, mal gucken, ob ich das noch hinbekomme:
• Wèi (repr. Williges): name of a dynasty and a landscape. Name einer Dynastie, aber auch eines Landstriches.
• Kè (repr. Chris): to conquer, erobern
• tian: heaven, Himmel
Both parts of the first name together: able to challenge even big difficulties. 
– Beide Teile des Vornamens zusammen: in der Lage auch große Schwierigkeiten zu meistern.

Mrs. Wu, Schnobby, Schniklas und ich.

In der zweiten Hälfte des Kurses an diesem Tag ging es nur noch um zwischenmenschliche Themen: "Wie heißt du?", "Was magst du?", "Hast du einen Freund?", etc… 
Das war die Vorbereitung auf das folgende Spektakel namens MUSE. Ich habe bisher nicht ernsthaft in Betracht gezogen, dass es so etwas tatsächlich geben könnte und es war mir auch durchaus die erste Hälfte der Nacht überaus unangenehm und ich musste mich stundenlang fremdschämen (und Gin Tonic trinken), bevor ich es einfach als offensichtliche Normalität (die auch ganz offensichtlich von den Einheimischen genauso gelebt wird) hinnehmen und mich fallen lassen konnte. 

Club MUSE in Tainan.

Was uns erwartete war der kaleidoskopisch-bunte, feuchte Traum jedes Klischeekaukasiers der nach Asien fährt um dort (billigen, schnellen, abwechslungsreichen) Sex zu haben, mit kindlich aussehenden Frauen, die aus unerfindlichen Gründen auf den kaukasischen Typen stehen.
Nicht, dass ich (letztlich) keinen Spaß gehabt habe, ich brauchte nur eine ganze Weile, bis ich mich drauf einlassen konnte. Bin dann vielleicht doch etwas zu verkopft. 

Alles in allem war es aber eine ganz großartige Nacht! Es war der gelebte Hollywoodpartyspaß, kostenloser Alkohol, hübsche Mädels die um einen herumtanzen, super Stimmung, viele Freunde, also tatsächlich der kaleidoskopisch-bunte, feuchte Traum jedes auch nur ansatzweise heterosexuellen Mannes. Großartig. Und: jederzeit wieder gerne! 


Wir waren froh aus dem Sprachkurs raus zu sein und uns noch mehr vom hiesigen Leben angucken zu können. Fiona, die hiesige Leiterin des Programms der ersten Woche, riet (zwang) uns dazu uns in Schale zu schmeißen.
Getting dressed to paaaaaaartey!

Sie hatte uns netterweise schon vor der Abreise gesagt wir sollten für die Clubs doch besser lange Hose und Hemd mitbringen, woran sich auch fast alle gehalten haben. 



Niklas trying to bite of Marie´s head…Hier versucht Niklas das Gesicht vom Kopf zu beißen.



Alle, bis auf Horst. Der war ganz verblüfft, dass eine 3/4-Hose nicht als lange Hose zählt und ein T-Shirt mit dem überaus nerdigen Aufdruck "Ich komme manchmal auch pünktlich." kein Hemd ist. Ne Hose hat er von Niklas bekommen, das T-Shirt durfte er anlassen. Ich konnte ihn dann noch überreden den Jutebeutel mit einer Wasserflasche drin einfach mal im Wohnheim zu lassen und nicht mit in den Club zu nehmen. 
Aber zu Horst kommen wir später nochmal.




Anfangs war die Stimmung noch eher verhalten, weil kaum Leute da waren und die Tanzfläche recht leer war, aber nachdem dann diese Mädels das Tanzbein geschwungen haben, war die Stimmung oben.  Wo sie dann auch blieb.



Die sind in regelmäßigen Abständen wiedergekommen und haben alles geschüttelt was sie hatten. Und spätestens nachdem sie dann auch noch anfingen Alkohol in Menschen zu kippen…


… stand der Laden Kopf.


Also ja, wir hatten unseren Spaß. Und wie oben schon gesagt, ich würde auch jeder Zeit wieder gerne hin. (Wer konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass wir nur wenige Tage später in ein noch viel bunteres Kaleidoskop in Taipei fallen würden. [Hach, ist das herrlich, sich hier als allwissender Erzähler immer Kommentare erlauben zu können.])

Aber zurück zu Horst.
Während bei allen anwesenden Jungs testosteronüberschussbedingt sämtliche Sicherungen durchgebrand sind, und sich keiner auf ein Ziel konzentrieren konnte und so schließlich niemand bei keiner gelandet ist, hat es Horst durchgezogen. {Fußnote: Mike Skinner hat dieses "sich auf ein Ziel [=Mädel] konzentrieren"  einmal als "sharking" bezeichnet. Überaus treffend wie ich finde, da Haie sich auch immer ein Opfer aussuchen, auf dass sie sich dann fixieren und es jagen bis sie es erlegt haben.}
Durch rigorose Vorbereitung (der Übernerd hat sich tatsächlich im Internet belesen, wie man

  1. Mädchen angräbt,
  2. diese dann, durch was auch immer, rumkriegt und
  3. es schließlich schafft seine [männlichen] Begleiter darum zu bitten ihm ein Taxi zu organisieren, ohne, dass das Mädel das man gerade in den Armen hält davon etwas mitbekommt.) 
und perfides Ignorieren all der zahlreichen dargebotenen Ablenkungen ist es ihm als einzigem gelungen tatsächlich ein Mädel mit nach Hause zu nehmen. Und dort zu penetrieren.

Horst was the only one to pick and penetrate a girl that night.



Der Supertyp.

Zu Hause heißt in diesem Fall: er hat ein Zimmer im Studentenwohnheim belegt. Das es ein Wohnheim für Jungs ist und Mädels dort streng verboten sind ignorieren wir hier natürlich. Keiner hätte anders gehandelt.
Dummerweise sind das aber Mehrbettzimmer. Ich kam aufgrund glücklicher Umstände etwas später nach Hause. Das Bild das sich mir bot, als ich mein Zimmer aufschloss war folgendes: Wir haben vier Betten in unserem Zimmer. Nobby, Christian (also der andere, nicht ich) und Martin lagen in ihren. In meinem schnarchte Niklas. Und auf dem Schreibtisch hat Thomas gepennt. Atembare Luft haben die Jungs scheinbar vor dem zu Bett gehen ausgesperrt.

When I came home, all the beds in my room were occupied by others, ´cause Horst was fucking that girl in the other room…
Ähhh, und ich? Ich hab mir ein Handtuch als Kopfkissensubstitut geschnappt und mir draußen auf dem Flur ein schönes Plätzchen auf dem Boden gesucht. Zum Glück war es schon ca. 6 Uhr und wir mussten um 8 oder so wieder aufstehen für den Ausflug an diesem Tag, sodass ich dort nicht zu lange liegen musste.

Horst du verfluchter Supertyp!


Donnerstag, 102/08/01

Ich bin nach der gestrigen Feier und dem sehr enthaltsamen Schlafverhalten so durch, ich kann mich quasi an nichts von diesem Tag erinnern. Da ist nur noch dieses Gefühl komplexer und transzentraler Irrealität gepaart mit einem Wenn-ich-den-Kopf-zu-schnell-drehe-kippt-mein-Geist-zur-Seite-und-ich-lande-in-einer-Parrallelwelt-in-der-alles-passieren-kann-–ich-muss-lachen–-Gefühl. Ist demnach ist alles was hier steht ist nur aus Fotos rekapituliert ist. Oder, noch viel wahrscheinlicher, frei erfunden ist.

Also, wir sin da halt so irjentwie zu so´m Tempel hin jefahn, ick weeß och nich wo jenau und warum übahaupt und wat dit allet sollte nach so viel zu wenich Schlaf un so. Alt soller jewesen sein. Und groß. Aba nüscht jenauet weeß man jetzte och nich meah, wa…


Ohh, wow, ich hab hier so´n Prospekt rumfliegen von dem Tempelding (Fo Guang Shan Buddha Memorial Center), sieht aus, als hätte ich ganz schön was verpasst. Naja…


Everyone´s quite exhausted after the party night and not enough sleep.Alle voll feddich. Nobby tut nur so als ob er lacht. Das ist der Restalkohol.

They just pretend to be awake.
Super relaxes super guy.Entspannter Supertyp mit Bart.

Why so many?? The room was approx. 12x12m, all the walls were full of the same figurines.Warum so viele?? Der Raum war ca. 12x12m und alle Wände waren voll mit diesen Figürchen.
I was almost as relaxed as him. But not as sober.
Entspannter Supertyp ohne Bart.

Our guide was from Austria and had an austrian accent in his Chinese speaking.
Unser österreichischer Führer (hahahahhahahahaa) hatte selbst im chinesischen noch seinen österrrrreichischen Akzent. War aber ganz friedlich. Hat nur ganz wenig über Juden und Neger gelästert. Und nur einmal gesagt, dass er die chinesische Sprache gerne ausgerottet sähe. (Letzteres stimmt wirklich.)
Hit the gong three times for three wishes. But I have forgotten what for. Man sollte den Gong 3x schlagen um sich was zu wünschen. Es waren spezielle Wünsche aber ich weiß nicht mehr was wofür warum… 
We were so lucky, that we almost had no sunshine and modarate temperatures on this day.



Tue gute Dinge. Sprich gute Worte. Denke gute Gedanken.
8 pagodas on the way to Buddha. Auf dem Weg zu Buddha musste man 8 Pagoden passieren.

This guy is tremendous! Gigantischer Supertyp ohne Bart. 
In this pyramid shaped building our chilled dude is sitting on is a mall - I don´t know how this goes together with  "to cut of from all earthly worries"…
In dem Gebäude unter unserem chilligen Bartlosen Freund war ein Einkaufszentrum - ich weiß nicht wie das zusammen geht mit "sich von allem weltlichen lossagen"…
whatever.

why not.
Nach dem Tempelbesuch sind wir dann noch in ein orginalgetreu nachgebautes altes Dorf gefahren. Frag mich nicht wie das heißt. Während sich dort alle die Zeit mit den typischen Aktivitäten der Eingeborenen vertrieben haben…

All the dudes and dudettes painting fans and small umbrellas. Lustiges Bemalen von Fächern und Schirmchen. Ich hätte gerne den Cocktail zu diesen Schirmen.
… sind Niklas und ich einfach freigedreht.

Wenn ich Sie wäre, würde ich mich von dem Eingeborenen auf dem Schaukelpferd fotografieren lassen.

I was bored. So I bought it.

What is the meaning of life??
And why are these babies making out??? WTF!
Nach einem letzten Aufbäumen des Körpers mit Lachanfällen die einem die Tränen in die Augen schießen ließen war es dann aber doch vorbei:

Nobby still pretended to be awake, Ninh left early last night. Niklas and I were as dead as O´ Ren. Nobby gab immer noch vor wach zu sein, Ninh ist recht früh gestern abgehauen, Niklas und ich waren einfach nur Tod.
Wir sind dann zum Glück nach nur tausend Stunden endlich abgehauen. Den Todpunkt hatten wir da aber schon überwunden und deshalb freuten wir uns auf eine lustige Runde Karaoke :)

Es gab Essen vom Buffet…
Rich buffet in a Karaoke bar.


Banana boat.

und Frohsinn in Dosen:

Und natürlich Gesang.
Fiona and Kevin singing Chinese tunes

Niklas singing Backstreet Boys.

Endlich ist David mal mit auf dem Bild.

Na vielleicht ist der Totpunkt noch nicht ganz überschritten… Ich glaube Nobby war auf Speed.


Freitag, 102/08/02

Das war es dann auch schon mit der Einführungswoche, heute heißt es Abschied nehmen, wir werden uns jetzt gleich quer über die Republik verteilen, an die jeweiligen Unis an denen wir unsere Praktika absolvieren werden. Und obwohl wir nur so wenige Tage zusammen verbrachten, haben wir uns schon so gut kennengelernt und angefreundet, dass dieser Abschied tatsächlich ein bisschen traurig ist. Aber Taiwan ist ja nicht groß und Pläne für bäldigste Wiedertreffen wurden schon reichlich geschmiedet.

Everyone´s trying to handle not only his own luggage, but additionally also the matrace, pillow and blanked they gave us. We would need this stuff in the dorms where we are going to go now. Vor der Abfahrt mussten wir nicht nur mit dem Gepäck klarkommen das wir sowieso dabei hatten, sondern noch zusätzlich mit der Matratze, dem Kissen und der Decke, die wir hier bekommen hatten. Diese würden wir nämlich im nächsten Wohnheim noch brauchen.

Isn´t there a saying, that you should always have a towel with you on your journeys? Well,  it´s attached to my backpack for easy access.
Es heißt ja man solle immer ein Handtuch auf seinen Reisen mit sich führen…
Our girls. And Horst. Our poor, lovely girls, sigh… 
Die Mädels und Höschi.
All of us.


At the High Speed Rail station. 
Am Bahnhof für Hochgeschwindigkeitszüge.
Good bye, sweetheart… Noch ein Kuss, dann is Schluss!

Here you can see the Jpanese influence on Taiwanese infrastucture - the HS-Trains look the same. Hier kann man den japanischen Einfluss auf die taiwanesische Infrastruktur sehen, die Hochgeschwindigkeitszüge sind die gleichen.


How to blog as much of a train cas as possible with a few people…

Wie man es schafft einen ganzen Wagon mit nur ein paar Leuten zu blockieren.
Die Fahrt dauerte für mich knapp eineinhalb Stunden und ich bin dabei fast die ganze Insel von unten nach oben abgefahren.

It took me less then 1:30h to come from Tainan to Taoyuan by HSR.

Dort angekommen wurde ich auch schon von Wén-Kun und Kevin erwartet die mich mit dem Auto zur Uni fuhren. Dort angekommen haben wir mir erstmal ein Internet und ein Zimmer organisiert. Ich bekam ein Zimmer für Behinderte, weil es zu diesem Toiletten in westlichem Stil und nicht nur ein Loch im Boden gibt. Eigentlich ist es ein Zwei-Personen-Zimmer, aber weil es gerade keinen anderen Behinderten hier gibt, habe ich es für mich allein :)

Some impressions from the new campus. It´s not as big as the one in Tainan, but still beautiful. And calm. It´s a little bit outside the city of Zhongli, so that any distractions for the students are reduced to a minimum.
Der Campus ist sehr schön und ruhig. Er liegt etwas außerhalb von Zhongli, sodass die Studenten auch nicht vom Studieren abgehalten werden.

Nachdem ich das Zimmer bezogen und mich ein bisschen eingerichtet hatte sind wir abends mit ein paar Studenten und Wén-Kuns Familie noch in ein Restaurant gefahren und haben es uns dort schmecken lassen.
Typical Chinese/ Taiwanese table: some dishes are served and put on the round inner "table". This one can rotate so that everyone can try and pick everything one likes.
In diesem typisch chinesisch/ taiwanesischen Restaurant werden alle Speisen in der Mitte platziert und man kann dann das was man mag einfach zu sich rotieren lassen.

Wer bis hierhin alles gelesen hat bekommt den Nobelpreis für ausdauerndes Lesen. Ich gehe jetzt Basketball spielen, wir haben immerhin Donnerstag. Und Donnerstag ist Basketballtag. Weiß jeder.

Cheers°