Die Stadt war wunderschön geschmückt. Das hatte zwar nicht unbedingt etwas mit dem anstehenden Feuerwerk zu tun, sah aber trotzdem schön aus. Es stand hier nämlich gerade das O-Bon Fest an, das Fest der Toten.
Die O-Bon-Ferien dauern so ca. zwei Wochen, und liegen in der Mitte des Monats August. Dabei fahren viele für ein paar Tage zu ihrer Familie nach Hause und gedenken der Toten.
Durchaus wegen des Feuerwerks waren aber viele Menschen in traditioneller Kleidung, dem Kimono, gekleidet. Wem das zu warm ist, der konnte auch die kurze Version des Kimonos anziehen, den sogenannten Jinbei. Dieser eignet sich auch für Menschen, die einfach zu lang für einen Kimono sind, aber dazu später mehr...
Zum Festival selbst waren dann auch ziemlich viele Menschen unterwegs. Endlich hatte ich noch einen Punkt auf meiner Was-ich-in-Japan-unbedingt-erleben-muss-Liste abgehakt: in einer vollkommen überfüllten Bahn fahren. Zum Glück hatte ich hier oben genug Luft zum Atmen und freie Sicht auf alles.
Auf dem Festivalgelände war auch nicht mehr viel Platz, wir waren ein bisschen zu spät losgefahren.
Und dann war es endlich soweit, der Startschuss..
Zwischendurch gab´s natürlich auch noch was zu essen: Im Vordergrund ein gegrillter Kalmar am Spieß. Den fand ich persönlich mal nicht so lecker, wobei der Geschmack eigentlich ging, es war nur das Gefühl beim Kauen, was mich davon abgehalten hat mehr als einen Bissen zu nehmen. Ich hab´s dann bei dem Maiskolben belassen. Der war super!
Wie schon erwähnt, waren wirklich viele Menschen in traditioneller Kleidung unterwegs, und da konnte ich es mir nicht nehmen lassen es ihnen gleich zu tun. Am Vormittag dieses Tages war ich mit zwei Jungs aus dem Lab Klamotten kaufen. Ich hätte gerne einen Kimono gehabt, aber selbst die größte Größe war mir zu kurz, weshalb es dann ein Jinbei geworden ist.
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