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Montag, 16. August 2010

07.08.2010 - Feuerwerk Contest

An diesem malerischen Samstag im August fand ein Feuerwerkerwettstreit nahe Hamamatsu statt. In Jena ist zwar auch alle drei Tage Feuerwerk, aber ich glaube was die Japaner so abfackeln hat einiges mehr an Wumms!!




Die Stadt war wunderschön geschmückt. Das hatte zwar nicht unbedingt etwas mit dem anstehenden Feuerwerk zu tun, sah aber trotzdem schön aus. Es stand hier nämlich gerade das O-Bon Fest an, das Fest der Toten.
Die O-Bon-Ferien dauern so ca. zwei Wochen, und liegen in der Mitte des Monats August. Dabei fahren viele für ein paar Tage zu ihrer Familie nach Hause und gedenken der Toten.
Durchaus wegen des Feuerwerks waren aber viele Menschen in traditioneller Kleidung, dem Kimono, gekleidet. Wem das zu warm ist, der konnte auch die kurze Version des Kimonos anziehen, den sogenannten Jinbei. Dieser eignet sich auch für Menschen, die einfach zu lang für einen Kimono sind, aber dazu später mehr...
Zum Festival selbst waren dann auch ziemlich viele Menschen unterwegs. Endlich hatte ich noch einen Punkt auf meiner Was-ich-in-Japan-unbedingt-erleben-muss-Liste abgehakt: in einer vollkommen überfüllten Bahn fahren. Zum Glück hatte ich hier oben genug Luft zum Atmen und freie Sicht auf alles.
Auf dem Festivalgelände war auch nicht mehr viel Platz, wir waren ein bisschen zu spät losgefahren. 
Und dann war es endlich soweit, der Startschuss..


Da das richtige Feuerwerksfeeling ja nur aufkommt, wenn man wirklich dabei war, werde ich euch jetzt weitere Aufnahmen ersparen. Es sei aber verraten, dass es wirklich das beste, größte, tollste, spektakulärste, lauteste, bunteste, ausgefallenste, längste, höchste, beeindruckendste, abwechslungsreichste, formenreichste, einfach das schönste Feuerwerk war, dass ich je gesehen habe. Hinterher habe ich mir dann sagen lassen, dass es nur das viertgrößte in Japan ist. Naja, man muss halt klein anfangen um sich noch steigern zu können. Bin ja erst seit knapp drei Wochen hier, da soll ja noch was kommen.
Zwischendurch gab´s natürlich auch noch was zu essen: Im Vordergrund ein gegrillter Kalmar am Spieß. Den fand ich persönlich mal nicht so lecker, wobei der Geschmack eigentlich ging, es war nur das Gefühl beim Kauen, was mich davon abgehalten hat mehr als einen Bissen zu nehmen. Ich hab´s dann bei dem Maiskolben belassen. Der war super!
Wie schon erwähnt, waren wirklich viele Menschen in traditioneller Kleidung unterwegs, und da konnte ich es mir nicht nehmen lassen es ihnen gleich zu tun. Am Vormittag dieses Tages war ich mit zwei Jungs aus dem Lab Klamotten kaufen. Ich hätte gerne einen Kimono gehabt, aber selbst die größte Größe war mir zu kurz, weshalb es dann ein Jinbei geworden ist.


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