| Nishi Hongan-Ji |
Ich war zwar schon mal in Kyoto, aber beim ersten Mal hatte ich ja den Fehler gemacht, die Stadt erlaufen zu wollen, wofür Kyoto eindeutig zu langgestreckt ist. Diesmal hab ich mich dann direkt bei meiner Ankunft an der Kyoto Station mit einem Busfahrplan versorgt. Anders als in Tokyo, gibt es in Kyoto nämlich nur zwei U-Bahnen, dafür aber unzählige Buslinien.
| Giebelverzierung |
Nur wenige Meter weiter, dann dass zweite Weltlulturerbe, "Higashi Hongan-Ji". Die Ähnlichkeit der Namen der beiden Tempel kommt nicht von ungefähr:
| Higashi Hongan-Ji |
Nishi Hongan-Ji wurde 1591 als Hauptquartier für die buddhistische Jodo Shin-shu Bewegung gegründet (damals unter dem Namen Hongan-Ji). Diese Bewegung wurde recht schnell ziemlich mächtig, was natürlich zu Unmut geführt hat. Und so hat 1602 Tokugawa als Gegengewicht Higashi Hongan-Ji gegründet.
Zur Eklärung: Nishi heißt Westen und Higashi heißt Osten. Ich persönlich muss aber sagen, dass ich beide Tempel ziemlich unspektakulär fand. Zwar sind beide verflucht groß und innen auch recht hübsch, aber nix was mich jetzt vom Hocker gehauen hat. Also, wenn ihr mal in der Gegend seit, könnt ihr die beiden ruhig links liegen lassen und euch was anderes angucken.
Ich hab mich dann aufgemacht, noch mehr von Kyotos Schätzen zu sehen, musste dann aber schockiert feststellen, dass sämtliche Tempel spätestens um 17:00 Uhr dicht machen, manche gar schon um vier. Das war es dann mit tempelgucken für heute. Weil es aber noch zu früh war sich in eine Kneipe zu setzen, bin ich noch ein bisschen durch die Innenstadt gelaufen.
Und dort bin ich dann über ein Kino gestolpert. Weil ich noch nie einen 3D-Film gesehen hatte, bin ich dann da einfach mal rein. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie kompliziert es war, eine Karte zu bekommen. Dass der Film in englisch gezeigt wird, hatte ich innerhalb von einer Minute raus, aber dann die Sache mit dem Sitzplatz... Die gute Frau an der Kasse hat mir nämlich partout keinen Platz vorschlagen wollen. Ich musste immer auf einen zeigen und sie hat dann geguckt, ob dieser noch frei ist. Natürlich waren die in der Mitte, die ich haben wollte, nicht mehr frei. Sie hat dann aber nicht einfach auf den daneben gezeigt um mir zu signalisieren, dass dieser noch frei wäre, sondern ich musste immer weiter raten. Quasi wie Schiffe versenken :) Zum Glück war das Kino nicht allzu voll, sodass ich schon nach 10 Minuten einen leeren Platz gefunden hatte. Aber der Film war cool.
Danach war es dann auch spät genug sich in einen Alkoholtempel zu begeben. Auf dem Weg dorthin bin ich noch an einer U-Bahnstation vorbeigekommen, vor der diese beiden spaßigen Typen sich grade einen Freestyle-Battle liefern.
| links: Besitzer des "ING" und rechts: Benni |
Weil ich in Osaka damals so gute Erfahrungen mit einem Irish Pub gemacht hatte, hab ich mich auch heute wieder dafür entschieden. Hab mich dann wahllos an einen Tisch gesetzt und Benni getroffen. Der war Deutscher. Und wurde in Schönebeck geboren. 20 km von Magdeburg, meiner Heimatstadt entfernt. Für so Bekanntschaften lohnt es sich doch um die halbe Welt zu reisen. Benni studiert in Kyoto und arbeitet in dem Pub.
| James und meine Wenigkeit |
| Quaterpounder with cheese |
TAG 2
Am nächsten Morgen war dann der 21. (September) und an diesem Datum wird jeden Monat ein Markt auf dem Gelände des To-ji Tempels veranstaltet, in Gedenken an Kobo Daishi. Er war ab 823 Abt in diesem Tempel. Muss echt ´n prima Kerl gewesen sein, wenn die immer noch Gedenkveranstaltungen wegen ihm und auch seinetwegen schieben.
Das Schöne war, dass hier während des ganzen Markttreibens gebetet wurde, alles sah sehr authentisch aus (was wahrscheinlich daran lag, dass es eine Hollywoodkulisse war). Auf folgendem Video ist zu sehen, wie Leute sich mit Rauch rituell reinigen:
(Total ineffektiv, meiner Meinung nach) Wie schon gesagt, alles sehr authentisch und deswegen auch viel spannender, als die beiden Hongan-Ji Tempel von gestern.
| Pagode des To-Ji |
Es hat dann netterweise angefangen zu regnen, meinen Schirm hatte ich cleverer Weise im Hostel gelassen.
| Kyoto Tower |
Nur wenige Minuten später kam dann aber die Sonne mit aller Macht hervor und hat zu meinem großen Glück die etwas zu geringe Luftfeuchtigkeit wieder hoch gepeitscht. Das Wetter hat sich dann auch konstant für die nächsten zwei Tage gehalten, es war mal wieder überaus heiß. Lustiger Weise war eigentlich Gewitter für die ganze Zeit angesagt. Den Wetterbericht hier kann man echt in die Tonne kloppen.
Ich bin dann von Kyoto Station in den Nordwesten Kyotos gefahren, einen Teil der Stadt, der Arashiyama genannt wird. Dies ist quasi ein eigenes kleines Dorf, sehr schnieke alles dort. Hier rechts im Bild kann man sehen, was die Japaner im Vollmond sehen. Keinen Mann im Mond, kein Gesicht, sondern einen Hasen der Mochi, eine klebrige Süßigkeit aus gestampftem Reis herstellt.
Ich bin dann ein bisschen durch Arashiyama gelaufen, es gab hier zwar viele Touristen, aber die waren größtenteils japanischer Herkunft, sodass es nicht weiter auffiel.
Im Großen und Ganzen war es hier in der Gegend angenehm ruhig und, wie überall wo ein Zen Tempel in der Nähe ist, ausgesucht schön.
Und hier is er: Tenryu-Ji. Wie fast alle Tempel in Japan ist er auf Grund seiner Konstruktion aus Holz öfter mal abgebrannt, die Gebäude sind (originalgetreue) Nachbauten aus dem Jahre 1900. Was aber wirklich erhalten geblieben ist, so wie es ursprünglich auch angelegt wurde, ist der wunderschöne Zen-Garten.
Dieser hatte, im Gegensatz zu vielen anderen Zen-Gärten, auch mal einen echten See in der Mitte.
Und, wie fast überall in Japan, schwimmen auch in diesem See japanische Karpfen, sogenannte Kois. Im Grunde übergroße Goldfische (rechts neben der Insel).
Der Eindruck eines Märchenwaldes hat sich beim Anblick dieses possierlichen kleinen Kumpels nicht gemindert. Der Tanuki stellt einen Dachs dar. Dieser gilt hier in der Gegend als spaßiger Schelm, mitunter auch als spaßiger, betrunkener Schelm, weshalb er gerne mal an den Eingängen von Kneipen zu finden ist.
Gesehen hatte ich ihn natürlich nicht auf dem Gelände des Zen-Tempels, sondern auf meinem Weg zu einem Bambuswäldchen.
Ach ja, wer auch immer behauptet hat, Füchse seien gar keine Rudeltiere, hatte ja keine Ahnung!
Nach dieser verfuchsten Erfahrung bin ich mit dem Zug in die Gegend gefahren, in der mein heutiges Hostel liegen sollte, Nord-Kyoto. Bevor ich allerdings im Hostel eingelaufen bin, hab ich mir natürlich noch die umliegenden Tempel angeguckt. Dieser hier schien ein beliebtes Fotomotiv zu sein...
Und tatsächlich, nicht von schlechten Eltern! Kinkaku-Ji heißt übersetzt "Goldener Tempel" und ich dachte immer, das sei nur ein Name. Aber die Japaner wollten halt auch mal zeigen, dass sie auf die Kacke hauen können. Hamse gut hinbekommen!
Um den Tempel drumherum war natürlich wieder ein blablawunderschönergartenblablablaich könntaucheinfachcopy&pastemachenlangsamwirdesselbstfürmichlangweilig.
...
...
´tschuldigung, kleines Formtief, kommt nicht wieder vor.
Ich bin dann, weil es schon 16:00 Uhr war und hier langsam alles zu gemacht hat, in meine Luxusjugendherberge gelaufen. Hab´s zumindest versucht, aber was auf Kyotos Karten so nah aussieht, ist in Wirklichkeit immer mindestens eine Stunde Fußmarsch. Man kann in Kyoto nicht von A nach B laufen! Also, wenn ihr mal da seid, schnappt euch ein Fahrrad oder ein Tagesticket für den Bus, entführt ein Taxi oder klaut ´ne Rikscha, aber um Gottes Willen, lauft nicht!! Ich bin dann in den Bus gestiegen. In dem Hostel hab ich dann eines der besten Abendessen bekommen, die ich je in Japan hatte, das mit der Luxusherberge war nicht übertrieben. Man hat zwar zu viert auf einem Zimmer geschlafen, aber das war kein Problem- ein Hoch auf Ohropax! Und der Preis sehr okay. Im Hostel hab ich Kenji getroffen. Er kommt aus Tokyo und hat mich über meiner Tagesplanung für den nächsten Tag sitzen sehen und mich gefragt, ob er mir helfen könne. Konnte er zwar nicht, aber wir haben dann beschlossen am nächsten Morgen die ersten paar Tempel zusammen anzugucken.
TAG 3
So sind wir denn am Mittwoch zuerst in Ryoan-Ji eingelaufen, morgens früh vor dem großen Touristenansturm.
Dieser Tempel ist einerseits für seine schönen Malerarbeiten bekannt,...
...aber vor Allem für seinen überaus puristischen Steingarten. Der unbekannte Erbauer hat leider keine Erklärung hinterlassen, was das hier alles soll, von daher kann sich jeder seine eigene Meinung bilden. Ich glaube ja, das, was hier dargestellt wird ist, ... ach egal, sag ich euch später.
Danach sind wir zum Ninna-Ji weiterspaziert. Die hatten zum Schutz vor Touristen eines der gefürchteten Ikebana-Gestecke am Eingang platziert. Aber wir hatten zum Glück Silberkugeln dabei, damit hatten die Ninjamönche nicht gerechnet! HA!
Ich persönlich fand ja die hiesigen Wandmalereien aufgrund ihre Schlichtheit am Schönsten.
Aber auch hier wussten die Leute wieder auf den Putz zu kloppen.
Und ´n schicken Garten hatten se auch wieder. Damit hatte ich nicht gerechnet, weswegen ich davon vor lauter Perplexität keine Fotos gemacht hab. Netterweise hat mir ein gefährlich dreinblickender laotischer Seemann die Kamera aus der Hand gerissen und dieses pitoresque Bild geschossen. Die Kamera hat er aber behalten.
Kurz bevor wir gegangen sind, waren wir dann noch Blümchen pflücken.
Hier haben sich dann unsere Wege getrennt, wir haben aber gesagt, wir treffen uns abends wieder, da unsere diesnächtigen Hostels im selben Stadtteil liegen. Kenji ist dann nach Nordwesten aufgebrochen, wo ich ja gestern schon war, ich nach Osten. Diesmal mit dem Bus. Ich bin ja lernfähig.
Bin dann zum alten Kaiserpalast (Kyoto war ja ca. tausend Jahre lang die Hauptstadt, bevor 1869 die Ganze Sippe nach Tokyo gezogen ist) gefahren und hatte dort ziemlich Glück. Ich kam genau richtig um mich in die Schlange für die Tour einzureihen. Alleine darf man nämlich nicht auf das Gelände.
Erstaunlicherweise müssen Einheimische sich bis zu einem Monat vorher anmelden um den Palast sehen zu dürfen, bei Touristen machen sie da eine Ausnahme, die müssen nur knappe zwei Stunden vorher da sein.
Wider aller Erwartungen hatten sie hier einen Garten angelegt, aber ich hatte leider weder Streichholz noch Benzinkanister bei, um ihn nieder zu brennen.
Also, wenn ihr mal in der Nähe seit, tut mir bitte den Gefallen...
Im Hostel hat dann auch tatsächlich schon Kenji auf mich gewartet. Schnell geduscht und dann haben wir uns noch Berit geschnappt und sind an einen Fluss um die Ecke gegangen um uns ein paar Bier zu genehmigen und ein paar Leute von Google zu verkloppen, die dieses Blogding hier umprogrammiert haben, was irgendwie nicht so flüssig läuft und mich deshalb tausend Jahre Zeit kostet, bis es ansatzweise so aussieht wie ich es will. Jungs, wenn ich euch erwische, zieh ich euch die Hammelbeine lang!
Im Großen und Ganzen war es hier in der Gegend angenehm ruhig und, wie überall wo ein Zen Tempel in der Nähe ist, ausgesucht schön.
| Tenryu-Ji |
Dieser hatte, im Gegensatz zu vielen anderen Zen-Gärten, auch mal einen echten See in der Mitte.
Und, wie fast überall in Japan, schwimmen auch in diesem See japanische Karpfen, sogenannte Kois. Im Grunde übergroße Goldfische (rechts neben der Insel).
Aber auch hier durfte natürlich der geharkte Kieselgarten nicht fehlen.
Weiter oben im Garten war dann alles sehr schön bemoost, was eine zauberhafte Stimmung gegeben hat, wie im Märchenwald.Der Eindruck eines Märchenwaldes hat sich beim Anblick dieses possierlichen kleinen Kumpels nicht gemindert. Der Tanuki stellt einen Dachs dar. Dieser gilt hier in der Gegend als spaßiger Schelm, mitunter auch als spaßiger, betrunkener Schelm, weshalb er gerne mal an den Eingängen von Kneipen zu finden ist.
| Tanuki |
Gesehen hatte ich ihn natürlich nicht auf dem Gelände des Zen-Tempels, sondern auf meinem Weg zu einem Bambuswäldchen.
Ach ja, wer auch immer behauptet hat, Füchse seien gar keine Rudeltiere, hatte ja keine Ahnung!
Nach dieser verfuchsten Erfahrung bin ich mit dem Zug in die Gegend gefahren, in der mein heutiges Hostel liegen sollte, Nord-Kyoto. Bevor ich allerdings im Hostel eingelaufen bin, hab ich mir natürlich noch die umliegenden Tempel angeguckt. Dieser hier schien ein beliebtes Fotomotiv zu sein...
| Kinkaku-Ji |
Und tatsächlich, nicht von schlechten Eltern! Kinkaku-Ji heißt übersetzt "Goldener Tempel" und ich dachte immer, das sei nur ein Name. Aber die Japaner wollten halt auch mal zeigen, dass sie auf die Kacke hauen können. Hamse gut hinbekommen!
Um den Tempel drumherum war natürlich wieder ein blablawunderschönergartenblablablaich könntaucheinfachcopy&pastemachenlangsamwirdesselbstfürmichlangweilig.
...
...
´tschuldigung, kleines Formtief, kommt nicht wieder vor.
Ich bin dann, weil es schon 16:00 Uhr war und hier langsam alles zu gemacht hat, in meine Luxusjugendherberge gelaufen. Hab´s zumindest versucht, aber was auf Kyotos Karten so nah aussieht, ist in Wirklichkeit immer mindestens eine Stunde Fußmarsch. Man kann in Kyoto nicht von A nach B laufen! Also, wenn ihr mal da seid, schnappt euch ein Fahrrad oder ein Tagesticket für den Bus, entführt ein Taxi oder klaut ´ne Rikscha, aber um Gottes Willen, lauft nicht!! Ich bin dann in den Bus gestiegen. In dem Hostel hab ich dann eines der besten Abendessen bekommen, die ich je in Japan hatte, das mit der Luxusherberge war nicht übertrieben. Man hat zwar zu viert auf einem Zimmer geschlafen, aber das war kein Problem- ein Hoch auf Ohropax! Und der Preis sehr okay. Im Hostel hab ich Kenji getroffen. Er kommt aus Tokyo und hat mich über meiner Tagesplanung für den nächsten Tag sitzen sehen und mich gefragt, ob er mir helfen könne. Konnte er zwar nicht, aber wir haben dann beschlossen am nächsten Morgen die ersten paar Tempel zusammen anzugucken.
TAG 3
So sind wir denn am Mittwoch zuerst in Ryoan-Ji eingelaufen, morgens früh vor dem großen Touristenansturm.
Dieser Tempel ist einerseits für seine schönen Malerarbeiten bekannt,...
...aber vor Allem für seinen überaus puristischen Steingarten. Der unbekannte Erbauer hat leider keine Erklärung hinterlassen, was das hier alles soll, von daher kann sich jeder seine eigene Meinung bilden. Ich glaube ja, das, was hier dargestellt wird ist, ... ach egal, sag ich euch später.
Danach sind wir zum Ninna-Ji weiterspaziert. Die hatten zum Schutz vor Touristen eines der gefürchteten Ikebana-Gestecke am Eingang platziert. Aber wir hatten zum Glück Silberkugeln dabei, damit hatten die Ninjamönche nicht gerechnet! HA!
Ich persönlich fand ja die hiesigen Wandmalereien aufgrund ihre Schlichtheit am Schönsten.
Aber auch hier wussten die Leute wieder auf den Putz zu kloppen.
| Kenji und ich |
Kurz bevor wir gegangen sind, waren wir dann noch Blümchen pflücken.
Hier haben sich dann unsere Wege getrennt, wir haben aber gesagt, wir treffen uns abends wieder, da unsere diesnächtigen Hostels im selben Stadtteil liegen. Kenji ist dann nach Nordwesten aufgebrochen, wo ich ja gestern schon war, ich nach Osten. Diesmal mit dem Bus. Ich bin ja lernfähig.
Bin dann zum alten Kaiserpalast (Kyoto war ja ca. tausend Jahre lang die Hauptstadt, bevor 1869 die Ganze Sippe nach Tokyo gezogen ist) gefahren und hatte dort ziemlich Glück. Ich kam genau richtig um mich in die Schlange für die Tour einzureihen. Alleine darf man nämlich nicht auf das Gelände.
Erstaunlicherweise müssen Einheimische sich bis zu einem Monat vorher anmelden um den Palast sehen zu dürfen, bei Touristen machen sie da eine Ausnahme, die müssen nur knappe zwei Stunden vorher da sein.
Wider aller Erwartungen hatten sie hier einen Garten angelegt, aber ich hatte leider weder Streichholz noch Benzinkanister bei, um ihn nieder zu brennen.
Also, wenn ihr mal in der Nähe seit, tut mir bitte den Gefallen...
Auf dem Palastgelände hab ich zwei Deutsche und einen Israeli getroffen. Die waren ganz lustig, also haben wir beschlossen zusammen zum nächsten Tempel zu fahren, der bei uns allen auf der Speisekarte stand.
| Ginkaku-Ji |
Ginkaku-Ji heißt übersetzt "Silberpavillon". Dieser sollte ursprünglich, wie der "Goldene Pavillon" Kinkaku-Ji komplett mit Edelmetall verkleidet werden, dazu kam es aber leider nicht.
Dafür haben sie es hier mit dem geharkten Sand echt auf die Spitze getrieben! Das konische Ding im hinteren Teil des Bildes ist auch aus Sand und steht wohl schon das ein oder andere Jahr da. Wir sind nach dem Tempel noch ein bißchen rumgelaufen, haben aber nichts spektakuläres mehr gesehen. Dafür haben der Israelit und ich festgestellt, dass wir im selben Hostel nächtigen, also haben wir uns zusammen auf den Weg gemacht...
| Berit, Kenji und ich |
TAG 4
An diesem meinem letzten Tag stand nicht mehr viel auf dem Programm. Ich hatte zwar längst nicht alles gesehen, was ich mir vorgenommen hatte, aber nach 3 Tagen Tempeln, Schreinen und Gärten hatte ich auch kein Verlangen mehr danach. Mit Berit der Deutschen und Yaniv dem Israeli bin ich dann zum Nishiki-Market gelaufen.
Dies ist Kyotos großer Markt für Lebensmittel und hier gab es natürlich wieder allerhand kurioses zu sehen. Ich bin ja für viele Späße zu haben, aber ich hab mich wirklich nicht getraut einen der Jungs hier oben zu probieren. Obwohl auf dem Schild stand: Why not try one? (Wirklich!)
Und auch bei den Fischresten hab ich dankend abgelehnt. Manchmal wache ich nachts auf, weil ich immer noch von dem vorwurfsvollen Blick träume...
Was hier auf Yanifs Hand liegt ist eine besonders lustige Mischung. Das Kleingestreusel sind viele kleine getrocknete Fische. Die ist man selten pur (kann man aber) sondern streut sie zum Beispiel über Salat. Das andere sind Sojabohnen, die zu Süßigkeiten verarbeitet wurden.
Hier konnte ich dann aber doch nicht widerstehen. Die waren gar nicht so teuer, aber ich dachte die würden wenigstens gekocht werden. Der Verkäufer hat sie mir aber einfach so auf die Hand gegeben, quasi wie eine Hähnchenkeule. Und so hat´s dann auch geschmeckt, wie Hühnchen. Bloß das es sich im Mund noch ein wenig bewegt hat war ein bisschen ekelig. Aber irgendwas muss man ja zum Frühstück essen.
Als Belohnung gab´s dann auch was Süßes hinterher: Katzenhoden im Marzipanmantel. Gar nicht so übel, zumal die sich nicht im Mund bewegt haben.
So, und das war es dann auch mit Kyoto. Bin zum Bahnhof und dann ab nach Hause. Nachts hatte es ein bisschen geregnet, aber irgendwo in der Nähe schien ein schlimmes Unwetter zu sein. Als ich nämlich Tickets kaufen wollte in der Kyoto Station wurde ich in der Schalterhalle erstmal von einem großen Bildschirm begrüßt, auf dem jede Menge Verspätungen vermerkt waren. Ich konnte zwar nicht lesen wie lang diese sein würde, aber das hektische rote Blinken des Delay-Schriftzuges hat mir schon ein bisschen Angst gemacht. Noch mehr Angst bekam ich, als sich die Frau, bei der ich die Tickets gekauft habe partout weigerte mir irgendwelche Abfahrtzeiten zu nennen. Sie hat mir zwar einen Zettel ausgedruckt auf dem die vier Stationen standen, an denen ich umsteigen musste, aber sie hat sämtliche Abfahrtszeiten durchgestrichen und gemeint sie könne mir unmöglich sagen wann irgendwelche Züge fahren würden. Na toll, die Fahrt würde eh schon vier Stunden dauern und dann noch mit ungewisse endlosen Aufenthalten dazwischen... Es hat sich dann heraus gestellt, dass der erste Zug drei Minuten und der zweite sage und schreibe zwei Minuten Verspätung hatte. Hallooohooo, ich komme aus Deutschland. Hier wird einem erst nach drei Stunden gesagt, dass der Zug unter Umständen eine kleine Verzögerung haben könnte. Echt süß die Japaner.
Später hat dann noch der Himmel gebrannt.

Hej, Kriz...
AntwortenLöschenSehr feiner Blog. Vielen Dank!!!!! Hat ja dann doch noch geklappt. Brüllen und auf Rechner einschlagen hat wohl doch was genutzt. ;-)
Trotzdem muss und möchte ich hier und jetzt klugscheissen.... :-)
Der "Quaterpounder" hiess auch hier in good old Germany zu McDon Startzeiten "Viertelpfünder". Bis irgendein Korinthenkacker hin ging und das Ding nachgewogen hat!!!! Es war leider zu leicht, um seine Bezeichnung behalten zu dürfen. Deshalb wurde der Viertelpfünder zum heutigen Hamburger ernannt. Und das nicht, weil ein Hamburger ihn gewogen hat...
Wollte ich nur mal sagen...
Vielen Dank für euer Interesse :-))))
DAS glaub ich ja nicht. Ein Hamburger und ein Quaterpounder sind zwei verschieden Sachen. Hamburger gibt´s hier nämlich auch, die kosten nur die Hälfte und sind kleiner (wäre doof wenn sie es nicht wären). Wahrscheinlich ist es der Royal TS geworden.
AntwortenLöschenAber danke.