Dienstag, auf nach Tokyo! Zwei Tage zuvor hat mir Takeshi (s. Bild links) erzählt, dass er grade per Anhalter aus Nagoya kommt. Das fand ich sehr interessant, da ich kurz vorher etwas über Hitch-Hiking (=per Anhalter fahren) in Japan gelesen hatte. Es hieß, es soll zwar ungewöhnlich, aber sehr einfach sein (wenn man japanisch spricht).
Am Ende hat mir Takeshi dann erzählt, dass er am Dienstag nach Tokyo trampen wolle, und mich gefragt, ob ich nicht Bock hab mitzukommen. Ich hab erstmal nein gesagt, weil ich ja eigentlich arbeiten muss. Aber nachdem ich eine Nacht drüber gepennt hatte, dachte ich mir, dass es wohl eine einmalige Gelegenheit sei.
Also hab ich am nächsten Tag im Labor gefragt, ob ich frei haben könne, und obwohl grade Experimente anstanden, hatte da keiner was gegen :) Also abends schnell Sachen gepackt, noch die halbe Nacht den Lonely Planet gewälzt, um zumindest einen groben Überblick zu haben und dann ging´s am nächsten Morgen um 8:00 Uhr los.
Eine unserer Fahrten war mit einem buddhistischen Mönch (s. oben, zweites Bild). Der fuhr einen der größten SUVs die ich je gesehen hatte und es war sein eigener. Ich war zu perplex zu fragen, wie er sich den leisten kann. War ein sehr angenehmer Zeitgenosse. Generell fand ich die Fahrten sehr erstaunlich: wenn man normalerweise Japaner trifft sind diese eher ruhig und zurückhaltend, aber wenn man in deren Auto sitzt sind sie wie ausgewechselt. Redselig, lachend, sogar relativ laut, eine ganz neue Erfahrung für mich.
Wir haben direkt um die Ecke vom Wohnheim angefangen zu trampen. Hat keine zwanzig Minuten gedauert, und schon hatten wir unsere erste Fahrt. Eine ca. 50-jährige Frau, die grade ihre Tochter zur Schule gebracht hatte. Sie meinte sie hätte uns schon auf dem Weg zur Schule da stehen sehen und hat dann netterweise angehalten um uns zur Autobahn zu bringen.
| Shinjuku |
Nach knapp acht Stunden sind wir dann in Tokyo angekommen. Und es war genauso wie ich es mir vorgestellt hatte: laut, bunt und nachts ist es hell! Wir sind zuerst nach Shinjuku, weil der LonelyPlanet sagt, dass es man da locker in zwei Stunden mal durchwandern kann und das es quasi eine Essenz Tokyos ist- und recht hat er. Alles voller Neonreklame und Menschen und Musik - Ton an!
| Kabukicho |
Danach sind wir, weil es direkt nebenan liegt, nach Kabukicho, einem von Tokyos Vergnügungsvierteln. Hier war es aber relativ unangenehm, weil wir die ganze Zeit von dunkelhäutigen Menschen (ich muss ja politisch korrekt bleiben, deshalb sage ich hier nicht "Nigga", ich bitte das zu honorieren) angesprochen wurden, ob wir nicht mit in ihren Club kommen wollten. Das Wort "Nein." gab es in deren Sprachgebrauch nicht, was es sehr schwer gemacht hat sie wieder los zu werden. Wenn man sie denn aber los war, war einem auch nicht geholfen, da zwei Meter weiter schon der nächste gewartet hat. Irgendwie ein Gefühl als würde man durchgereicht werden.
| Der Typ ist echt! |
Wir wären ja am Liebsten einfach schnell abgehauen, so wie der Typ auf dem Foto hier, aber wir hatten zwischendurch einen deutschen Touri aufgegabelt, der den Weg zu seinem Hotel nicht gefunden hat und den mussten wir da noch abliefern. Haben´s aber alles überlebt.
| Haltegriffe auf Kopfhöhe |
Und dann endlich, ein weiteres von den Must-Have-Seens: Tokyos U-Bahn. Die hier war ja noch relativ leer.. Aber viel voller hab ich es nie erlebt.
Wobei ich schon gerne mal von weiß behandschuhten Schaffnerhänden sanft, aber mit unnachgiebigem Druck in eine zu 300% ausgelastete Bahn gequetscht worden wäre. Am Liebsten natürlich mit vollem Marschgepäck und drei Tage nicht geduscht :)| Taka (l.), Takeshi (m.), ich (r.) |
Wir sind dann zu Taka (links im Bild), einem Freund Takeshis gefahren und haben bei ihm gepennt. Zwar nur auf dem blanken Boden, aber es gab ne Decke und ein Kissen. Das Zimmer war ca. 7 qm groß, also alles sehr kuschelig. Aber dafür war es kostenlos, und irgendwie hat das auch sehr gut zu der Hitch-Hiking-Aktion gepasst. Außerdem hatte Taka das kleinste Bad der Welt. Ich konnte grad so eben aufrecht stehen und beim Duschen hab ich mich immer irgendwo gestoßen, ich wünschte ich hätte das auf Kamera, das wär Comedy vom Feinsten! Das größte Problem war aber die Tür zu zu bekommen wenn man (also ich) auf Toilette saß. Die Knie müssen leider draußen bleiben... So ging dann der erste Ereignisreiche Tag zu Ende. Die letzte Information die ich vor dem Einschlafen bekommen habe, war vom Wetterbericht. Ein Taifun zieht grade auf Tokyo zu und wird die Stadt morgen Abend treffen. Vorher gibt´s ordentlich Regen. Na gute Nacht!
| Fenster mit Regen davor |
Tja, und so sah es dann auch am nächsten Tag aus. Grau und ein wirklich toller Regen. Voller Tropfen und Nässe und allem was dazu gehört. Ich hatte kurz überlegt, ob ich wieder fahren soll, weil es bei dieser Wetterlage nicht wirklich möglich gewesen wäre Tokyo zu erfahren.
Ein paar Stockwerke weiter oben gab es dann, wie in jedem guten Kaufhaus, ein Museum. Mit einer der besten Ausstellungen die ich je gesehen habe! Das Konzept der Ausstellung war "Natur, interpretiert vom Menschen" oder so. In obigem Foto war Schneefall nachgestellt. Der große Raum war mit Federn gefüllt und auf dem Boden standen Ventilatoren die alle paar Minuten angegangen sind. Die größere Kunst ist aber wahrscheinlich, wie verschwenderisch hier mit dem Platz umgegangen wurde. Mitten in Tokyo!
| Unendliche Weiten... |
Dies ist eine ganz still daliegende Wasserfläche. Alle paar Minuten sind unzählige Tropfen gleichzeitig daraufgeregnet. Die dadurch entstehenden Reflexionen sollten an die Milchstraße erinnern.
| Mori-Tower auf den Roppongi-Hills |
Und so sah der Prachtbau dann von außen aus! Da kann man schon mal ´n paar Stündchen drin verbringen. Und das war nur eines von ein paar Gebäuden hier. Über das gesamte Shoppinggelände der Roppongi-Hills werden tatsächlich geführte Touren angeboten! Verrückte Japaner! Aber das schöne war, dass, als ich raus kam, es nicht mehr regnete! Dafür blies ein ziemlich starker Wind, sodass folgendes Foto leider etwas verwackelt ist.
| Tokyo bei Nacht |
Aber das wichtigste ist denke ich zu erkennen: nachts ist es in Tokyo nur unwesentlich dunkler als tags über!
Am nächsten Morgen wollte ich dann auf den Tsukiji-Fischmarkt, den größten Fischmarkt der Welt.Weil das Geschäft hier sehr früh los geht (mitten in der Nacht), bin ich um kurz nach 6 aufgestanden. Vorne an der Theke meines Hostels habe ich mich nach dem Wetter erkundigt und dort offenbarte sich dann das ganze Ausmaß meines Glücks.
Nicht, dass es nicht nur aufgehört hatte zu Regnen, nein, der komplette Taifun hatte sich in Wohlgefallen aufgelöst. Keine Ahnung wie so ein Taifun verschwinden kann, aber das war mir in dem Moment auch denkbar egal!
Jetzt hatte ich nur noch das Problem, dass es für meine Verhältnisse viel zu früh war. Kein Frühstück und kein Kaffe haben die Lage auch nicht grade verbessert, aber zum Glück gab es auf dem Markt die lustigen Wachmacher hier rechts im Bild. Sobald man stehen blieb, unvorsichtiger Weise einen falschen Schritt irgendwohin machte, oder auch nur für eine Sekunde abgelenkt war, lief man Gefahr von einem dieser fahrbaren Untersätze überfahren zu werden.
Die Leute haben ja hier fleißig gearbeitet und es war ihnen einfach mal egal, ob da jetzt grade Touristen im Weg standen oder nicht.
Auch musste man höllisch aufpassen, dass einem nicht (im besten Fall) Fischwasser oder (im schlimmsten Fall) eine Brühe aus Fischresten und Blut über die Schuhe und Hose gekippt wurde. Da kannten die hier nix.
Aber ich bin immer fleißig zur Seite gesprungen. Den Fischmarkt zu finden war auch gar kein Problem. Die U-Bahnstationen hier in Tokyo sind ja manchmal schon unangenehm groß und haben diverse Ausgänge die man nehmen kann. Aber hier musste man einfach nur dem Geruch folgen, der durch die Tunnel geweht wurde. Sehr praktisch!
Morgens kurz vor 9 in Japan. Das durfte dann natürlich nicht fehlen, wofür war ich denn hier? Nur vom Gucken wird man ja nicht satt.
Ich muss aber gestehen, dass Sushi als wirklich erste Malzeit des Tages nicht so mein Ding ist. Mir war am Ende schon irgendwie schlecht und ich war froh als ich es aufgegessen hatte (liegen lassen hätte gegen den Kodex verstoßen!).
Nachdem ich fleißig aufgegessen hatte, hab ich mich dann aufgemacht, Tokyo weiter zu erkunden. Da es ja noch sehr früh war und außer dem Fischmarkt hier noch nichts los war, konnte ich meinem Hobby frönen Städte zu Fuß zu "erlaufen". Wie man sieht, war es noch ein wenig bewölkt, was ich aber gar nicht so schlecht fand, da es dadurch etwas kühler war.
Tokyo ist wirklich ein Unikat. Hier zum Beispiel, wurde extra für Fußgänger fünf Meter über dem Boden ein ganzes System aus Wegen gebaut. Von den lauten Straßen war man durch Glaswände abgetrennt, sodass man hier ungestört herumlaufen konnte. Es gab keine Ampeln an denen man stoppen musste und es war wirklich unglaublich ruhig, obwohl sich nur wenige Meter entfernt übervolle Straßen entlang wälzten.
Und wenn man sich dann mal verlaufen hatte gab es diese hübschen und höchst sinnfreien Schilder, die einem geholfen haben zurückzufinden. Oder auch nicht.
Ach ja, und es gab nicht nur jede Menge hohe, sondern auch äußerst kuriose Häuser!
Die runden Kreise scheinen Fenster zu sein. Also entweder ist das eine riesen Wohnung mit ziemlich avantgardistischen Wänden von innen, die einem keine Chance lassen mal einen Schrank aufzustellen, oder, was ich viel eher glaube, es sind alles Einzelappartements. Aber nichts genaues weiß man nicht...
Das Ziel meiner heutigen Wanderung war die Ginza, Tokyos Einkaufsmeile und Antwort auf New Yorks 5th Avenue. Hier stehen ein paar der ältesten Kaufhäuser Japans.
Aber auch Kunst gibt es hier jede Menge zu kaufen. Zum Kaufen hat es zwar aufgrund begrenzten BaföGs nicht gereicht, aber man konnte sämtliche Galerien betreten ohne Eintritt zahlen zu müssen. So hab ich ein paar Stunden (zum Teil sehr alte japanische) Kunst gucken dürfen, ohne eine Pfennig dafür zahlen zu müssen. Super!
Aber auch das Sony Building oder der Nissan Store luden zum kostenlosen gucken ein. Dort gab es jeweils das neueste was die beiden Anbieter auf dem Markt hatten und auch einige Studien zu bestaunen.
Ich hab den ganzen Tag auf der Ginza verbracht ohne einen Yen los zu werden. Abends bin ich dann zum Tokyo Tower gelaufen. Sieht aus wie der Eifelturm ist aber 9 Meter höher. Da haben die Japaner wohl den größeren Pimmel stehen.
Bevor ich am Turm ankam, bin ich noch schnell in diesem Tempel eingelaufen, der auf dem Weg lag. Dort waren grade ein paar Budhisten mit einer Zeremonie zugange. Sehen kann man nicht viel, also Ton an.
Das Wetter hatte sich im Laufe des Tages aufgeklärt und ich kam genau richtig, um den Sonnen- untergang zu bewundern. Wenn ich schon nicht den Sonnen- aufgang auf dem Fuji-san sehen konnte...
Nach und nach wurden dann in Tokyo die Lichter angeknippst...
Wirklich eine bezaubernde Stimmung...
Was will man da noch sagen..? Ich steh einfach auf Großstädte!
Und extra für den Ehrengast aus Deutschland gab´s dann vor Tokyos bezaubernder Kulisse noch ein kleines Livekonzert mit Elektrogeige, Bass und Schlagzeug. Just call me the Lucky Guy!
Und weil ich ja einfach mal zu viel Zeit habe, hier noch ein wunderschönes 360° Panorama. Titel: Tokyo in 2wei x 180°.
Danach bin ich noch nach Akihabara, ein Stadtteil Tokyos der wegen seiner vielen Elektronikartikelgeschäfte auch "electric city" genannt wird. Da ich aber so lange auf dem Turm war, waren die ganzen Geschäfte schon zu und nur noch die Spielhallen auf, davon aber jede Menge. Ansonsten sah es hier aus, wie Tokyo bei Nacht. Hell.
UND DANN WAR ES ENDLICH SO WEIT! NACH ZWEI VOLLEN MONATEN NUR VERDORBENEM REIS UND ROHEN FISCHKÖPFEN. ENDLICH!! DER WHOPPER! Flame-grilled Beef, frische Tomaten, knackiger Salat, cremige Salatmayonaise, Ketchup, würzige Gurken und Zwiebeln zwischen zwei Sesambrötchenhälften. Da hätte jetzt das beste Sushi der Welt vor mir stehen können (also das von heute morgen), nichts hätte mich davon abhalten können diesen Laden zu betreten! Danke Burger King! Oh Gott war das herrlich mal in einen richtigen Burger zu beißen!
Am nächsten Morgen, der dann auch der Beginn meines letzten Tages in Tokyo war, bin ich dann nach Shibuya gefahren, dem Modemekka Tokyos. Am Bahnhof war schon ordentlich was los, aber in Shibuya selbst war es dann nochmal ein wenig voller.
Man hat hier das Gefühl, das die ganze Welt nur aus unter 23-jährigen besteht. Hier in Shibuya reihen sich nicht nur große Kaufhäuser aneinander, sondern es gibt es hier auch sehr viele kleine Läden und (Designer-)Boutiquen. Ich muss aber feststellen, dass sich der Geschmack des japanischen Durchschnittsdesigners stark von dem des deutschen (mehr oder weniger) Otto Normalstudenten unterscheidet. Die Vorstellungen bezüglich der Preisgestaltung übrigens auch. Ich hab mich nach einigem Bummeln einfach in ein Café gesetzt und mir die wohl berühmteste Kreuzung der Welt angeguckt- Shibuya Crossing. Erst die Autos von links/rechts, dann die von vorne/hinten und dann Fußgänger von überall. Letzteres habe ich euch mal auf Video gebannt:
Nachdem ich fleißig aufgegessen hatte, hab ich mich dann aufgemacht, Tokyo weiter zu erkunden. Da es ja noch sehr früh war und außer dem Fischmarkt hier noch nichts los war, konnte ich meinem Hobby frönen Städte zu Fuß zu "erlaufen". Wie man sieht, war es noch ein wenig bewölkt, was ich aber gar nicht so schlecht fand, da es dadurch etwas kühler war.
Tokyo ist wirklich ein Unikat. Hier zum Beispiel, wurde extra für Fußgänger fünf Meter über dem Boden ein ganzes System aus Wegen gebaut. Von den lauten Straßen war man durch Glaswände abgetrennt, sodass man hier ungestört herumlaufen konnte. Es gab keine Ampeln an denen man stoppen musste und es war wirklich unglaublich ruhig, obwohl sich nur wenige Meter entfernt übervolle Straßen entlang wälzten.
Und wenn man sich dann mal verlaufen hatte gab es diese hübschen und höchst sinnfreien Schilder, die einem geholfen haben zurückzufinden. Oder auch nicht.
Ach ja, und es gab nicht nur jede Menge hohe, sondern auch äußerst kuriose Häuser!
Die runden Kreise scheinen Fenster zu sein. Also entweder ist das eine riesen Wohnung mit ziemlich avantgardistischen Wänden von innen, die einem keine Chance lassen mal einen Schrank aufzustellen, oder, was ich viel eher glaube, es sind alles Einzelappartements. Aber nichts genaues weiß man nicht...
Das Ziel meiner heutigen Wanderung war die Ginza, Tokyos Einkaufsmeile und Antwort auf New Yorks 5th Avenue. Hier stehen ein paar der ältesten Kaufhäuser Japans.
Aber auch Kunst gibt es hier jede Menge zu kaufen. Zum Kaufen hat es zwar aufgrund begrenzten BaföGs nicht gereicht, aber man konnte sämtliche Galerien betreten ohne Eintritt zahlen zu müssen. So hab ich ein paar Stunden (zum Teil sehr alte japanische) Kunst gucken dürfen, ohne eine Pfennig dafür zahlen zu müssen. Super!
Aber auch das Sony Building oder der Nissan Store luden zum kostenlosen gucken ein. Dort gab es jeweils das neueste was die beiden Anbieter auf dem Markt hatten und auch einige Studien zu bestaunen.
Ich hab den ganzen Tag auf der Ginza verbracht ohne einen Yen los zu werden. Abends bin ich dann zum Tokyo Tower gelaufen. Sieht aus wie der Eifelturm ist aber 9 Meter höher. Da haben die Japaner wohl den größeren Pimmel stehen.
Bevor ich am Turm ankam, bin ich noch schnell in diesem Tempel eingelaufen, der auf dem Weg lag. Dort waren grade ein paar Budhisten mit einer Zeremonie zugange. Sehen kann man nicht viel, also Ton an.
Das Wetter hatte sich im Laufe des Tages aufgeklärt und ich kam genau richtig, um den Sonnen- untergang zu bewundern. Wenn ich schon nicht den Sonnen- aufgang auf dem Fuji-san sehen konnte...
Nach und nach wurden dann in Tokyo die Lichter angeknippst...
Wirklich eine bezaubernde Stimmung...
Was will man da noch sagen..? Ich steh einfach auf Großstädte!
Und extra für den Ehrengast aus Deutschland gab´s dann vor Tokyos bezaubernder Kulisse noch ein kleines Livekonzert mit Elektrogeige, Bass und Schlagzeug. Just call me the Lucky Guy!
Und weil ich ja einfach mal zu viel Zeit habe, hier noch ein wunderschönes 360° Panorama. Titel: Tokyo in 2wei x 180°.
Danach bin ich noch nach Akihabara, ein Stadtteil Tokyos der wegen seiner vielen Elektronikartikelgeschäfte auch "electric city" genannt wird. Da ich aber so lange auf dem Turm war, waren die ganzen Geschäfte schon zu und nur noch die Spielhallen auf, davon aber jede Menge. Ansonsten sah es hier aus, wie Tokyo bei Nacht. Hell.
UND DANN WAR ES ENDLICH SO WEIT! NACH ZWEI VOLLEN MONATEN NUR VERDORBENEM REIS UND ROHEN FISCHKÖPFEN. ENDLICH!! DER WHOPPER! Flame-grilled Beef, frische Tomaten, knackiger Salat, cremige Salatmayonaise, Ketchup, würzige Gurken und Zwiebeln zwischen zwei Sesambrötchenhälften. Da hätte jetzt das beste Sushi der Welt vor mir stehen können (also das von heute morgen), nichts hätte mich davon abhalten können diesen Laden zu betreten! Danke Burger King! Oh Gott war das herrlich mal in einen richtigen Burger zu beißen!
Am nächsten Morgen, der dann auch der Beginn meines letzten Tages in Tokyo war, bin ich dann nach Shibuya gefahren, dem Modemekka Tokyos. Am Bahnhof war schon ordentlich was los, aber in Shibuya selbst war es dann nochmal ein wenig voller.
Man hat hier das Gefühl, das die ganze Welt nur aus unter 23-jährigen besteht. Hier in Shibuya reihen sich nicht nur große Kaufhäuser aneinander, sondern es gibt es hier auch sehr viele kleine Läden und (Designer-)Boutiquen. Ich muss aber feststellen, dass sich der Geschmack des japanischen Durchschnittsdesigners stark von dem des deutschen (mehr oder weniger) Otto Normalstudenten unterscheidet. Die Vorstellungen bezüglich der Preisgestaltung übrigens auch. Ich hab mich nach einigem Bummeln einfach in ein Café gesetzt und mir die wohl berühmteste Kreuzung der Welt angeguckt- Shibuya Crossing. Erst die Autos von links/rechts, dann die von vorne/hinten und dann Fußgänger von überall. Letzteres habe ich euch mal auf Video gebannt:
Als ich ein paar Stunden zuvor den Bahnhof von Shibuya verlassen hatte, habe ich mein Gepäck in ein Schließfach eingeschlossen. Bis auf den Schirm, der hat da leider nicht reingepasst. Und weil ich den aber nicht die ganze Zeit mit mir herumschleppen wollte hab ich mich dazu entschieden, den einfach mal neben das Schließfach zu hängen. Und siehe da, als ich nach ein paar Stunden wieder kam, war er immer noch da:
Versuch das mal in Deutschland. Danke Japan.


Kriz, mein Lieber...
AntwortenLöschen1.) dieser Bericht trifft volle Lotte mein Komikzentrum!!!!!!!!! Astrein.
2.) finde es SUPER die Orte, die ich- dank Murakami- bereits "kannte", auch mal zu sehen....
und 3.) BITTE!!!!!!!!!! überdenk noch mal Deine Frisur!!!!!!!!! Kann es leider nicht schonender sagen. SORRY....
Ansonsten... weiter so. Bin schwer begeistert.
P.S. sensationell, wie sich diese Menschenmasse wie von selbst quasi verflüchtigt. Beeindruckend...
Ich hab gar keine Frisur..
AntwortenLöschen?!?!??? Nur Haare auf dem Kopf.
Und der Post war gar nicht komisch gemeint, alles todernst!
Hör bitte auf darüber zu lachen!
Danke.
P.S. Ja, ich war auch froh als die Menschen endlich weg waren.
Nabäähndt (zumindest hier ;o) ),
AntwortenLöschenda ich glaube, dass Sie einen todernsten Humor haben, passt das mit dem Komikzentrum schon, meins wurde auch getroffen. Hm, zu Ihren Haaren, ich kenne ja noch die Monchichi-Frisur und Ihre jetzige erinnert sehr an Udo Jürgens 1965 ;o) Aber bei Haaren ist das ja wie mit Geschmack... *g*
Steht im Lonely Planet wirklich nix zum Nakagin Capsule Tower?
Grüße aus D
cg
Kriztion-san...
AntwortenLöschenWarum haste den Schliessfach-Test nicht auch mal mit Deinem Gepäck gemacht? Fände diese Studie wesentlich objektiver....
So, erstmal einen Kommentar zum Kommentar von cg:
AntwortenLöschen1. Ich in meiner Position als Britpopper hab´s gar nicht nötig mir Gedanken um meine Frisur zum machen.
2. Humor ist was für Leute die gerne Lachen.
3. Danke für den Tip mit dem Nakagin C.T. Im Lonely Planet steht tatsächlich nichts darüber drin, aber ich hab´s jetzt mal gegooglet:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nakagin_Capsule_Tower
Sehr interessant!
4. Kennen wir uns, oder sind Sie einfach nur über den Blog gestolpert und wenn letzteres zutrifft, dann: Wie?
So Steffi, jetzt zu dir:
Jeder weiß, dass man sein Gepäck hier überall stehen lassen kann, ohne dass was passiert. Aber Regenschirme sind hier begehrte Beute, besonders wenn Regen angekündigt ist.
Danke an alle Kommentatoren, viel Spaß noch,
Grüße aus Japan.
Oh, habe Ihren Kommentar zu meinem Kommentar erst jetzt gesehen...
AntwortenLöschenzu 1. Habe ich zur Kenntnis genommen ;o)
zu 2. Ich lache seeehr gerne, seehr viel und zusammen mit Frau Steffi auch seeehr laut *rofl*
zu 3. Gerne, habe mal einen Bericht darüber gesehen und es ist genau so wie Sie es vermutet haben.
zu 4. Naja, kennen wäre zuviel gesagt ;o) Ich habe Sie ein mal im Keller des Fotolabors mit den Kollegen beim Ausflecken getroffen, als ich Frau Steffi dort besuchte. Wie gesagt, das war noch zu Zeiten Ihrer "Monchichi-Frisur"
Herzliche Grüße aus D. a. R.
cg