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Donnerstag, 22. August 2013

Einführungswoche – Introduction week

Na mal gucken ob ich das schaffe jeden Post mit einem Kommentar über das Wetter anzufangen. Heute lasse ich aus gegebenem Anlass einfach mal Forrest Gump für mich sprechen, er hat das ganz gut zusammengefasst:

Zu deutsch: "Regen mit kleinen prasselnden Tropfen, Regen mit schönen dicken Tropfen, Regen der von der Seite kam und Regen der von unten zu kommen schien." Ich hoffe einfach mal, dass es jetzt hier nicht vier Monate durchregnet, sondern nur vier Tage.

Aber zurück zur Einführungswoche.

Dienstag, 102/07/30
Ja, tatsächlich, hier schreibt man erst das Jahr 102.

Nachdem wir in der Nacht trotz Nanomatratzen gut geschlafen und den Jetlag dank der überlegenen Wachhaltestrategie unserer taiwanesischen Betreuer ausgetrickst hatten standen ereignisreiche Tage bevor:
Chinesischcrashkurs, Tempelbesuche, Nachtmärkte und noch viele andere Dinge an die ich mich erst erinnern werde, wenn ich die entsprechenden Fotos dazu sehe. Die meisten davon wird übrigens Nobby geschossen haben, weil ich wahlweise zu faul oder zu verpeilt war meine Kamera mit zu nehmen. Danke Nobby!

Netterweise haben wir den Dienstagmorgen erstmal mit einem Frühstück angefangen. Überall um den Campus verteilt gibt es kleine Geschäfte, manchmal nur Wagen die temporär aufgestellt werden, an denen man sich eine Kleinigkeit zu essen kaufen kann.

Breakfast at a small shop. We could choose several ingridients and everything was freshly prepared for the hungry students.

Tja, wenn man jetzt nur Ahnung hätte, was hier angeboten wird…
Bei einigen Sachen war klar, was es war, aber anderes hatte noch keiner von uns je zuvor gesehen. Zum Glück hatten Niklas und ich aber beschlossen, dass es ganz wunderbar wäre, wenn wir "Wenn-Ich-Sie-Wäre" spielten. Niklas: "Wenn ich Sie wäre, würde ich das komische weiße Zeug dahinten essen." "Das da?? Den ganzen Block?" "Ja."

I had to eat some weird stuff (maybe radish) as part of the game "if I were you" between Niklas and me.
Es sah ein bisschen schleimig aus, quasi wie gestocktes Elefantenejakulat, war dann aber doch nur sowas wie geriebener Rettich. Dankenswerter Weise wurde es auch angebraten und hat dazu noch recht neutral geschmeckt.

On our way to the Chinese language course we had to pass these crazy Karate fighters.

Agressives Verhalten spielt eine wichtige Rolle in der taiwanesischen Gesellschaft. Die öffentliche Zurschaustellung von extremer Gewalt ist ihr einziger Weg sich das große Nachbarland China vom Hals zu halten.

Danach sind wir erstmal zum Sprachzentrum rüber gelaufen, es stand Chinesisch auf unserem Stundenplan. Alles was ich von zwei Tagen Chinesischkurs noch weiß sind die zwei folgenden Dinge:
"gebratener Reis" heißt sowas wie "miteinander schlafen" und das Wort für "Vogel" kann auch als "Penis" verstanden werden. Na da hat sich der Intensivkurs ja gelohnt :)

Nachmittags hatten wir die überaus große Ehre einem Großmeister der Malkunst über die Schulter zu schauen. Und nicht nur das, wir durften unter seiner fachkundigen Anleitung auch selbst den Pinsel schwingen.
A Grand Master of Chinese painting taught us some basic techniques.

As soon you make a mistake you can start from the beginning - every brush stroke has to be perfect!Jeder Pinselstrich muss sitzen, da man jeden Fehler sieht. 

Typical brush and ink.Typischer Pinsel und Tintenbehälter.


Danach ging´s nochmal zum Chinesischkurs, von dem ich aber wie gesagt nüscht mehr weiß, deshalb hier als Ersatz ein paar Impressionen vom Campus:

They realy put a huge effort in designing a beautiful campus. Wenn das mal keine angenehme Studienatmosphäre ist.
Irgendjemand hatte irgendwoher BubbleTea aufgetrieben. Ich dachte ja immer das Zeug gäbe es erst seit ca. 4 Jahren und wurde in einem Chemieabfalllabor im laotischen Hinterland hergestellt, aber es hat hier allen Ernstes eine wohl über 40 jährige Tradition. 

Spitting and catching bubble tea bubbles with the mouth is a famous sport in Taiwan. 
Die Bubbles im B-Tea kann man auch ganz wunder bar missbrauchen. Durch den Strohhalm geschossen fliegen die mal locker 20 m weit. Und versauen dem Getroffenen das weiße T-Shirt. Danke Niklas. 
The University is close to the sea and has an own department for sea observation. Die Universität ist nah am Wasser gebaut, hier sieht man Heulbojen zur Beobachtung des umliegenden Wassers.

I hardly took any pics, so big thanks to Nobby for sharing his!Danke nochmal an Nobbi für die vielen Fotos!!


Abends waren wir auf einem der tainanner Nachtmärkte. Ganz schöner Trubel hier: 

Quite a bustle on the night market.


Trying to…Beim Versuch…

…hit water filled balloons……wassergefüllte Ballons…

…with arrows.   …mit Pfeilen zu treffen hab ich voll abgeräumt!

The adults were allowed to use guns.Die großen durften sogar mit Waffen schießen.
Alles in allem war es sehr laut und unglaublich heiß auf dem Nachtmarkt. Es wurden sehr viele verschiedene Speisen angeboten die wir leider nicht alle durchprobieren konnten. Es gab auch ein paar lustige Sachen zu kaufen. Unsere Versuche den Preis zu verhandeln sind aber jedesmal gescheitert. Gar nicht mal wegen der Sprachbarieren (ein paar Brocken Englisch sprechen hier viele), sondern an unseren Preisvorstellungen. Wir dachten die Preise seien hier reine Fantasieprodukte des Händlers und haben die am Anfang immer um die Hälfte senken wollen, was den entsprechenden Händlern gar nicht gefiel. Am nächsten Tag haben wir dann erfahren, dass man höchstens (!) 10% rausschlagen kann… Doch noch was gelernt im Chinesischkurs.

Now, I wish that I have bought this umbrella!
In Anbetracht der aktuellen Großwetterlage sehne ich mir jetzt schon irgendwie diesen Schirm herbei…

Ich weiß schon gar nicht mehr, was wir sonst noch für "Wenn-ich-Sie-wäre" - Aufgabe erledigen mussten, hier auf dem Nachtmarkt hab ich mich dann auf jeden Fall mit einem schönen Tintenfisch für Niklas gerächt. Hat aber auch gar nicht so schlecht geschmeckt…

If I were you, I´d eat that squid…
 Im Gegenzug hieß es dann: wenn ich Sie wäre würde ich diese rosa Mütze kaufen. Und den Rest der Woche tragen.
If I were you, I´d buy this had. And wear it the rest of the week. I did!

Was ich dann auch tat.


Mittwoch, 102/07/31

M´kay, 
hier nochmal eine kleine Unterbrechung des eigentlichen Programms. Die Einführungswoche liegt schon eine Weile zurück und während ich darüber schreibe (was sich bis jetzt über 2 Tage hinzieht) passieren auch noch Dinge im Jetzt. Es regnet jetzt ernsthaft heftig hier, ein Taifun zieht gerade über die Nordhälfte Taiwans hinweg und wir durften heute alle früher nach Hause gehen, damit uns nix passiert.

A typhoon is covering the north of Taiwan.

Das heißt, seit ich das Praktikum hier an der National Central Universitiy in Zhongli angefangen habe ist es das erste Mal, dass ich bei Tageslicht nach Hause gegangen bin. Ich hab schon fast ein schlechtes Gewissen… Die Studenten in Taipei durften heute sogar ganz zu Hause bleiben, weil die Regierung "Regenfrei" gegeben hat. Auf dem Heimweg hat mich mein viel zu kleiner Schirm begleitet, der es tatsächlich geschafft hat meinen Kopf fast trocken zu halten. Alles andere wurde nass. Bis auf die Unterhose. (Ich möchte hier nochmals auf das Video am Anfang des Posts verweisen. Das nehme ich schon ernster.) Ich hab mir heute morgen schon überlegt, ob es nicht klüger wäre eine Badehose anzuziehen, was mir dann aber zu albern war. Als ich aber in Büro ankam, hatte Andy tatsächlich eine Badehose an. Der clevere Supertyp! Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit und Regen habe ich schon den ganzen Tag Duplofinger, wie nach dem Baden. Und nur für den Fall, dass der Taifun doch noch eine Weile hier bleibt hab ich mich mit ein paar Nahrungsmitteln eingedeckt:

Emergency ration, just in case the typhoon stays a little bit longer.

Der geneigte Leser dieses Blogs kann das noch nicht wissen, weil ich mit der Erzählung noch nicht so weit bin, aber hier im Wohnheim gibt es keine Küche. Ich hole mir i. A. morgens was beim Family Market oder beim kleinen Sandwichshop, mittags und abends gehen wir (die Studenten aus dem Labor) in eines der umliegenden Restaurants und essen dort etwas.  

Jetzt aber genug aus dem Hier und Jetzt, zurück zum ersten Mittwoch in Taiwan, der heute schon glatte 14 Tage zurück liegt. Wenn das in dem Tempo weitergeht schaffe ich es vielleicht am letzten Tag über den letzten Tag zu schreiben - wünsch mir Glück!

Hat jemand Mütze tragen gesagt? Ick bin dabei!

"If I were you, I´d wear the cap for the whole week." I told you I did!

Heute stand den ganzen Tag der Chinesischkurs an. Ich hab euch ja schon gesagt, dass ich davon nix mehr weiß, deshalb überspringen wir ausufernde Beschreibungen und gucken uns einfach Bilder an. Da müsst ihr nicht soviel lesen und ich kann eh nicht vernünftig schreiben.

Nobby was quite lucky to sit aside all these beautiful girls. This lucky bastard. I bet he did it on purpose…  Schnobby und die Mädels. Der verfluchte Hahn im Korb.
Booooooooring. Actually, I just didn´t get it. Guess it was quite interesting. The teacher let us repeat everything she said, so we could learn about the difficult Chinese pronounciation. Actually, I have to admit, that Japanese was much much easier!
Die Lehrerin Mrs. Wu ließ uns alles wiederholen was sie sagte, damit wir die überaus schwierige chinesische Aussprache lernten. Japanisch ist mir da doch um einiges einfacher gefallen, da deren Aussprache viel näher am Deutschen dran ist.


Outside the class room. 
Lunch break. Mahlzeit!

Typical small alley…Typische kleine Gasse…

…and a small temple in the back yard.…und ein kleiner Tempel im Hinterhof.

They really have a nice campus in Tainan! Wirklich ein sehr schöner Campus!
Still wearing the cap… And it complements the shirt so perfectly. Ick zieh das durch, wa! 
Marie.

Schnobby.

Helen.

Thi. 

Am Ende des Sprachkurses hat uns Mrs. Wu noch unseren chinesischen Namen gegeben. Dazu mussten wir ihr unseren sagen und sie hat dann frei übersetzt, sodass es sich ähnlich anhörte. Die Bedeutung hat sie uns dann auch dazu gesagt, mal gucken, ob ich das noch hinbekomme:
• Wèi (repr. Williges): name of a dynasty and a landscape. Name einer Dynastie, aber auch eines Landstriches.
• Kè (repr. Chris): to conquer, erobern
• tian: heaven, Himmel
Both parts of the first name together: able to challenge even big difficulties. 
– Beide Teile des Vornamens zusammen: in der Lage auch große Schwierigkeiten zu meistern.

Mrs. Wu, Schnobby, Schniklas und ich.

In der zweiten Hälfte des Kurses an diesem Tag ging es nur noch um zwischenmenschliche Themen: "Wie heißt du?", "Was magst du?", "Hast du einen Freund?", etc… 
Das war die Vorbereitung auf das folgende Spektakel namens MUSE. Ich habe bisher nicht ernsthaft in Betracht gezogen, dass es so etwas tatsächlich geben könnte und es war mir auch durchaus die erste Hälfte der Nacht überaus unangenehm und ich musste mich stundenlang fremdschämen (und Gin Tonic trinken), bevor ich es einfach als offensichtliche Normalität (die auch ganz offensichtlich von den Einheimischen genauso gelebt wird) hinnehmen und mich fallen lassen konnte. 

Club MUSE in Tainan.

Was uns erwartete war der kaleidoskopisch-bunte, feuchte Traum jedes Klischeekaukasiers der nach Asien fährt um dort (billigen, schnellen, abwechslungsreichen) Sex zu haben, mit kindlich aussehenden Frauen, die aus unerfindlichen Gründen auf den kaukasischen Typen stehen.
Nicht, dass ich (letztlich) keinen Spaß gehabt habe, ich brauchte nur eine ganze Weile, bis ich mich drauf einlassen konnte. Bin dann vielleicht doch etwas zu verkopft. 

Alles in allem war es aber eine ganz großartige Nacht! Es war der gelebte Hollywoodpartyspaß, kostenloser Alkohol, hübsche Mädels die um einen herumtanzen, super Stimmung, viele Freunde, also tatsächlich der kaleidoskopisch-bunte, feuchte Traum jedes auch nur ansatzweise heterosexuellen Mannes. Großartig. Und: jederzeit wieder gerne! 


Wir waren froh aus dem Sprachkurs raus zu sein und uns noch mehr vom hiesigen Leben angucken zu können. Fiona, die hiesige Leiterin des Programms der ersten Woche, riet (zwang) uns dazu uns in Schale zu schmeißen.
Getting dressed to paaaaaaartey!

Sie hatte uns netterweise schon vor der Abreise gesagt wir sollten für die Clubs doch besser lange Hose und Hemd mitbringen, woran sich auch fast alle gehalten haben. 



Niklas trying to bite of Marie´s head…Hier versucht Niklas das Gesicht vom Kopf zu beißen.



Alle, bis auf Horst. Der war ganz verblüfft, dass eine 3/4-Hose nicht als lange Hose zählt und ein T-Shirt mit dem überaus nerdigen Aufdruck "Ich komme manchmal auch pünktlich." kein Hemd ist. Ne Hose hat er von Niklas bekommen, das T-Shirt durfte er anlassen. Ich konnte ihn dann noch überreden den Jutebeutel mit einer Wasserflasche drin einfach mal im Wohnheim zu lassen und nicht mit in den Club zu nehmen. 
Aber zu Horst kommen wir später nochmal.




Anfangs war die Stimmung noch eher verhalten, weil kaum Leute da waren und die Tanzfläche recht leer war, aber nachdem dann diese Mädels das Tanzbein geschwungen haben, war die Stimmung oben.  Wo sie dann auch blieb.



Die sind in regelmäßigen Abständen wiedergekommen und haben alles geschüttelt was sie hatten. Und spätestens nachdem sie dann auch noch anfingen Alkohol in Menschen zu kippen…


… stand der Laden Kopf.


Also ja, wir hatten unseren Spaß. Und wie oben schon gesagt, ich würde auch jeder Zeit wieder gerne hin. (Wer konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass wir nur wenige Tage später in ein noch viel bunteres Kaleidoskop in Taipei fallen würden. [Hach, ist das herrlich, sich hier als allwissender Erzähler immer Kommentare erlauben zu können.])

Aber zurück zu Horst.
Während bei allen anwesenden Jungs testosteronüberschussbedingt sämtliche Sicherungen durchgebrand sind, und sich keiner auf ein Ziel konzentrieren konnte und so schließlich niemand bei keiner gelandet ist, hat es Horst durchgezogen. {Fußnote: Mike Skinner hat dieses "sich auf ein Ziel [=Mädel] konzentrieren"  einmal als "sharking" bezeichnet. Überaus treffend wie ich finde, da Haie sich auch immer ein Opfer aussuchen, auf dass sie sich dann fixieren und es jagen bis sie es erlegt haben.}
Durch rigorose Vorbereitung (der Übernerd hat sich tatsächlich im Internet belesen, wie man

  1. Mädchen angräbt,
  2. diese dann, durch was auch immer, rumkriegt und
  3. es schließlich schafft seine [männlichen] Begleiter darum zu bitten ihm ein Taxi zu organisieren, ohne, dass das Mädel das man gerade in den Armen hält davon etwas mitbekommt.) 
und perfides Ignorieren all der zahlreichen dargebotenen Ablenkungen ist es ihm als einzigem gelungen tatsächlich ein Mädel mit nach Hause zu nehmen. Und dort zu penetrieren.

Horst was the only one to pick and penetrate a girl that night.



Der Supertyp.

Zu Hause heißt in diesem Fall: er hat ein Zimmer im Studentenwohnheim belegt. Das es ein Wohnheim für Jungs ist und Mädels dort streng verboten sind ignorieren wir hier natürlich. Keiner hätte anders gehandelt.
Dummerweise sind das aber Mehrbettzimmer. Ich kam aufgrund glücklicher Umstände etwas später nach Hause. Das Bild das sich mir bot, als ich mein Zimmer aufschloss war folgendes: Wir haben vier Betten in unserem Zimmer. Nobby, Christian (also der andere, nicht ich) und Martin lagen in ihren. In meinem schnarchte Niklas. Und auf dem Schreibtisch hat Thomas gepennt. Atembare Luft haben die Jungs scheinbar vor dem zu Bett gehen ausgesperrt.

When I came home, all the beds in my room were occupied by others, ´cause Horst was fucking that girl in the other room…
Ähhh, und ich? Ich hab mir ein Handtuch als Kopfkissensubstitut geschnappt und mir draußen auf dem Flur ein schönes Plätzchen auf dem Boden gesucht. Zum Glück war es schon ca. 6 Uhr und wir mussten um 8 oder so wieder aufstehen für den Ausflug an diesem Tag, sodass ich dort nicht zu lange liegen musste.

Horst du verfluchter Supertyp!


Donnerstag, 102/08/01

Ich bin nach der gestrigen Feier und dem sehr enthaltsamen Schlafverhalten so durch, ich kann mich quasi an nichts von diesem Tag erinnern. Da ist nur noch dieses Gefühl komplexer und transzentraler Irrealität gepaart mit einem Wenn-ich-den-Kopf-zu-schnell-drehe-kippt-mein-Geist-zur-Seite-und-ich-lande-in-einer-Parrallelwelt-in-der-alles-passieren-kann-–ich-muss-lachen–-Gefühl. Ist demnach ist alles was hier steht ist nur aus Fotos rekapituliert ist. Oder, noch viel wahrscheinlicher, frei erfunden ist.

Also, wir sin da halt so irjentwie zu so´m Tempel hin jefahn, ick weeß och nich wo jenau und warum übahaupt und wat dit allet sollte nach so viel zu wenich Schlaf un so. Alt soller jewesen sein. Und groß. Aba nüscht jenauet weeß man jetzte och nich meah, wa…


Ohh, wow, ich hab hier so´n Prospekt rumfliegen von dem Tempelding (Fo Guang Shan Buddha Memorial Center), sieht aus, als hätte ich ganz schön was verpasst. Naja…


Everyone´s quite exhausted after the party night and not enough sleep.Alle voll feddich. Nobby tut nur so als ob er lacht. Das ist der Restalkohol.

They just pretend to be awake.
Super relaxes super guy.Entspannter Supertyp mit Bart.

Why so many?? The room was approx. 12x12m, all the walls were full of the same figurines.Warum so viele?? Der Raum war ca. 12x12m und alle Wände waren voll mit diesen Figürchen.
I was almost as relaxed as him. But not as sober.
Entspannter Supertyp ohne Bart.

Our guide was from Austria and had an austrian accent in his Chinese speaking.
Unser österreichischer Führer (hahahahhahahahaa) hatte selbst im chinesischen noch seinen österrrrreichischen Akzent. War aber ganz friedlich. Hat nur ganz wenig über Juden und Neger gelästert. Und nur einmal gesagt, dass er die chinesische Sprache gerne ausgerottet sähe. (Letzteres stimmt wirklich.)
Hit the gong three times for three wishes. But I have forgotten what for. Man sollte den Gong 3x schlagen um sich was zu wünschen. Es waren spezielle Wünsche aber ich weiß nicht mehr was wofür warum… 
We were so lucky, that we almost had no sunshine and modarate temperatures on this day.



Tue gute Dinge. Sprich gute Worte. Denke gute Gedanken.
8 pagodas on the way to Buddha. Auf dem Weg zu Buddha musste man 8 Pagoden passieren.

This guy is tremendous! Gigantischer Supertyp ohne Bart. 
In this pyramid shaped building our chilled dude is sitting on is a mall - I don´t know how this goes together with  "to cut of from all earthly worries"…
In dem Gebäude unter unserem chilligen Bartlosen Freund war ein Einkaufszentrum - ich weiß nicht wie das zusammen geht mit "sich von allem weltlichen lossagen"…
whatever.

why not.
Nach dem Tempelbesuch sind wir dann noch in ein orginalgetreu nachgebautes altes Dorf gefahren. Frag mich nicht wie das heißt. Während sich dort alle die Zeit mit den typischen Aktivitäten der Eingeborenen vertrieben haben…

All the dudes and dudettes painting fans and small umbrellas. Lustiges Bemalen von Fächern und Schirmchen. Ich hätte gerne den Cocktail zu diesen Schirmen.
… sind Niklas und ich einfach freigedreht.

Wenn ich Sie wäre, würde ich mich von dem Eingeborenen auf dem Schaukelpferd fotografieren lassen.

I was bored. So I bought it.

What is the meaning of life??
And why are these babies making out??? WTF!
Nach einem letzten Aufbäumen des Körpers mit Lachanfällen die einem die Tränen in die Augen schießen ließen war es dann aber doch vorbei:

Nobby still pretended to be awake, Ninh left early last night. Niklas and I were as dead as O´ Ren. Nobby gab immer noch vor wach zu sein, Ninh ist recht früh gestern abgehauen, Niklas und ich waren einfach nur Tod.
Wir sind dann zum Glück nach nur tausend Stunden endlich abgehauen. Den Todpunkt hatten wir da aber schon überwunden und deshalb freuten wir uns auf eine lustige Runde Karaoke :)

Es gab Essen vom Buffet…
Rich buffet in a Karaoke bar.


Banana boat.

und Frohsinn in Dosen:

Und natürlich Gesang.
Fiona and Kevin singing Chinese tunes

Niklas singing Backstreet Boys.

Endlich ist David mal mit auf dem Bild.

Na vielleicht ist der Totpunkt noch nicht ganz überschritten… Ich glaube Nobby war auf Speed.


Freitag, 102/08/02

Das war es dann auch schon mit der Einführungswoche, heute heißt es Abschied nehmen, wir werden uns jetzt gleich quer über die Republik verteilen, an die jeweiligen Unis an denen wir unsere Praktika absolvieren werden. Und obwohl wir nur so wenige Tage zusammen verbrachten, haben wir uns schon so gut kennengelernt und angefreundet, dass dieser Abschied tatsächlich ein bisschen traurig ist. Aber Taiwan ist ja nicht groß und Pläne für bäldigste Wiedertreffen wurden schon reichlich geschmiedet.

Everyone´s trying to handle not only his own luggage, but additionally also the matrace, pillow and blanked they gave us. We would need this stuff in the dorms where we are going to go now. Vor der Abfahrt mussten wir nicht nur mit dem Gepäck klarkommen das wir sowieso dabei hatten, sondern noch zusätzlich mit der Matratze, dem Kissen und der Decke, die wir hier bekommen hatten. Diese würden wir nämlich im nächsten Wohnheim noch brauchen.

Isn´t there a saying, that you should always have a towel with you on your journeys? Well,  it´s attached to my backpack for easy access.
Es heißt ja man solle immer ein Handtuch auf seinen Reisen mit sich führen…
Our girls. And Horst. Our poor, lovely girls, sigh… 
Die Mädels und Höschi.
All of us.


At the High Speed Rail station. 
Am Bahnhof für Hochgeschwindigkeitszüge.
Good bye, sweetheart… Noch ein Kuss, dann is Schluss!

Here you can see the Jpanese influence on Taiwanese infrastucture - the HS-Trains look the same. Hier kann man den japanischen Einfluss auf die taiwanesische Infrastruktur sehen, die Hochgeschwindigkeitszüge sind die gleichen.


How to blog as much of a train cas as possible with a few people…

Wie man es schafft einen ganzen Wagon mit nur ein paar Leuten zu blockieren.
Die Fahrt dauerte für mich knapp eineinhalb Stunden und ich bin dabei fast die ganze Insel von unten nach oben abgefahren.

It took me less then 1:30h to come from Tainan to Taoyuan by HSR.

Dort angekommen wurde ich auch schon von Wén-Kun und Kevin erwartet die mich mit dem Auto zur Uni fuhren. Dort angekommen haben wir mir erstmal ein Internet und ein Zimmer organisiert. Ich bekam ein Zimmer für Behinderte, weil es zu diesem Toiletten in westlichem Stil und nicht nur ein Loch im Boden gibt. Eigentlich ist es ein Zwei-Personen-Zimmer, aber weil es gerade keinen anderen Behinderten hier gibt, habe ich es für mich allein :)

Some impressions from the new campus. It´s not as big as the one in Tainan, but still beautiful. And calm. It´s a little bit outside the city of Zhongli, so that any distractions for the students are reduced to a minimum.
Der Campus ist sehr schön und ruhig. Er liegt etwas außerhalb von Zhongli, sodass die Studenten auch nicht vom Studieren abgehalten werden.

Nachdem ich das Zimmer bezogen und mich ein bisschen eingerichtet hatte sind wir abends mit ein paar Studenten und Wén-Kuns Familie noch in ein Restaurant gefahren und haben es uns dort schmecken lassen.
Typical Chinese/ Taiwanese table: some dishes are served and put on the round inner "table". This one can rotate so that everyone can try and pick everything one likes.
In diesem typisch chinesisch/ taiwanesischen Restaurant werden alle Speisen in der Mitte platziert und man kann dann das was man mag einfach zu sich rotieren lassen.

Wer bis hierhin alles gelesen hat bekommt den Nobelpreis für ausdauerndes Lesen. Ich gehe jetzt Basketball spielen, wir haben immerhin Donnerstag. Und Donnerstag ist Basketballtag. Weiß jeder.

Cheers°

4 Kommentare:

  1. Du kannst ruhig zugeben, dass du das Zimmer nicht wegen der westlichen Toilette bekommen hast!

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    1. Stimmt, eigentlich sollte dort auch ein größeres Bett drin sein, es ist aber ein ganz normales Doppelstockbett, das gerade kurz genug ist um unbequem zu sein [die Formulierung gefällt mir, werde ich im entsprechenden Post einfach wieder verwenden ;) ].

      Ach, und natürlich weil die sofort erkannt haben, dass ich behindert bin.

      Das erinnert mich an eine Anekdote aus Japan, ich weiß gar nicht, ob ich die damals gepostet habe:
      Als ich das erste Mal dort Bus gefahren bin habe ich mir beim Einsteigen erstmal schön den Kopf gestoßen, weil alles so furchtbar klein war. Als ich mich dann auf einen Platz setzten wollte ging das nicht, weil der Abstand zwischen den Sitzreihen so extrem knapp bemessen war. Ich musste mich dann auf einen Behindertenplatz setzten, der war groß genug… Beim Aussteigen habe ich mir dann natürlich wieder den Kopf gestoßen.

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  2. Wo du schon wieder rumtingelst ;-) Euer Spiel gefällt mir! Rosa steht dir ausgesprochen gut und ich bin sehr gespannt was du noch so berichten wirst!

    LG,
    Ramona

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    1. Ich bin auch ganz erstaunt wie gut mir rosa steht… Ich hab mich ja immer geweigert sowas zu tragen, aber hey :)

      Liebe Grüße nach München :)

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